Heidecksburg gestaltet Ausstellung „Rococo en miniature“ neu

Rudolstadt  Ausstellung „Rococo en miniature“ auf der Heidecksburg wird erweitert und eröffnet am 22. Dezember neu

Die Ausstellung Rococo en miniature auf der Heidecksburg wird erweitert. Ab 22. Dezember neu zu besichtigen ist der von Gerhard Bätz geschaffene Musenhain

Die Ausstellung Rococo en miniature auf der Heidecksburg wird erweitert. Ab 22. Dezember neu zu besichtigen ist der von Gerhard Bätz geschaffene Musenhain

Foto: Ulrich Fischer

Seit 2007 ist die Ausstellung „Rococo en miniature – die Schlösser der gepriesenen Insel“ ein Besuchermagnet auf der Heidecksburg. Die von ihren Schöpfern Gerhard Bätz und Manfred Kiedorf geschaffenen Fantasiereiche faszinieren Betrachter aus Nah und Fern.

Jetzt bekommt diese Mini-Schlösserwelt Zuwachs. Nach 2007 schuf Gerhard Bätz mit dem Lustschloss Musenhain des pelarischen Königs und dem dazugehörigen Schlosstheater zwei weitere Kleinode, die der Öffentlichkeit nicht vorenthalten werden sollten. Als es darum ging zu entscheiden, wo sie künftig ihren Platz finden sollen, musste sich Rudolstadt gegen Mitbewerber durchsetzen. Sowohl ein Museum in Gerhard Bätz‘ Heimatstadt Fulda als auch eines in Hanau waren interessiert. Am Ende fiel die Entscheidung für Rudolstadt. Dort, wo bereits Zehntausende Besucher jährlich begeistert sind, sollen auch die beiden neuen Exponate dauerhaft ihren Platz finden. „Ende 2016 konnte durch den Freundeskreis Heidecksburg mit Unterstützung der Thüringer Staatskanzlei der Ankauf vollzogen werden“, so Museumsdirektor Lutz Unbehaun.

Seitdem liefen in enger Abstimmung mit der Stiftung Thüringer Schlösser und Gärten Planungen für die Erweiterung der Ausstellungsfläche. Ziel war es, einen bisher ungenutzten Raum im Erdgeschoss des Westflügels der Heidecksburg für die Ausstellung einzubeziehen. Jetzt werden diese Pläne in die Tat umgesetzt. Seit Oktober werden die notwendigen Bauarbeiten durchgeführt. Aktuell wird die komplette Beleuchtung erneuert.

Die Besucher werden die Ausstellung künftig von einem neu geschaffenen Eingangsbereich aus erkunden können. In dem zusätzlichen Raum erhalten sie Informationen zur Ausstellung und den beiden Erschaffern. Vis-a-vis des Eingangs wird der Briefwechsel der beiden auf einer neu gestalteten Wand präsentiert. Im Nachbarraum kann man sich den Film zur Ausstellung ansehen. Danach offenbart sich dem Betrachter in dem jetzigen Ausstellungsraum die ganze Schönheit der Exponate. Im Maßstab von 1:50 sind die Miniaturbauten mit ihrem aufregenden Innenleben zu sehen.

Zu den bisher fünf Schlössern mit den tausenden kleinen Einzelfiguren und Inneneinrichtungsgegenständen kommen dann mit dem Musenhain und dem dazu gehörigen Schlosstheater zwei ganz neue Stücke dazu. „Die Ausstellung wird für die Besucher großzügiger und angenehmer erlebbar sein“, ist Lutz Unbehaun überzeugt. „Es ist eine wunderbare Ergänzung zu dem, was wir bisher zeigen können, sozusagen das Sahnehäubchen“, ergänzt er. Der Besucher kann noch besser in den aufregenden und vielseitigen Kosmos dieser Fantasie-Schlösser eintauchen, der eine ideale Ergänzung zu den Festsälen und fürstlichen Wohnräumen des realen Residenzschlosses bildet.

Derzeit ist die Ausstellung „Rococo en miniature“ für Besucher geschlossen, um bald in neuem Glanz wieder zu öffnen. Während in dem neuen Raum die Elektriker arbeiten, wird nebenan die Zeit genutzt, um die Vitrinen zu öffnen und zu putzen. Ende dieser Woche wird Gerhard Bätz persönlich nach Rudolstadt kommen, um die beiden neuen Schlösser eigenhändig aufzubauen. Der Öffentlichkeit präsentiert wird die erweiterte und neu gestaltete Ausstellung als Weihnachtsüberraschung ab 22. Dezember.

geöffnet: Di-So, 10-18 Uhr

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