Junge Geologen erkunden Burg Ranis

Ranis  Hortkinder aus Ranis und Krölpa erleben einen Geologie-Projekttag, der ein neues museumspädagogisches Angebot ist.

Mit Schaufelchen und Pinsel graben die Hortkinder nach den Schätzen der Heimchen aus der Ilsensage.

Mit Schaufelchen und Pinsel graben die Hortkinder nach den Schätzen der Heimchen aus der Ilsensage.

Foto: Sandra Hoffmann

Die Burg in Ranis steht auf einem Riff und in diesem gab es Schnecken und Muscheln. „Das kann man heute noch finden“, wies Christian Karst, wissenschaftlicher Volontär im ­Museum auf Burg Ranis, die Hortkinder der Grundschulen Ranis und Krölpa darauf hin. Fossilien heißen diese Versteinerungen, das hatten die Mädchen und Jungen schon gelernt.

Als junge Nachwuchsgeologen erkundeten gestern Vormittag bis zu 40 Hortkinder die Burg in Ranis. Sie waren Teilnehmer eines weiteren, aber inhaltlich neuen museumspädagogischen Angebotes, nachdem es im vergangenen Jahr ein solches Projekt zum Thema „Jäger und Sammler“ gegeben hatte. Fünf Stationen gab es dieses Mal für sie zu absolvieren.

Um passend zum derzeit neu zu gestaltenden Ausstellungsbereich „Geologie des Orlatales“ museumspädagogische Angebote vorzubereiten, hatte die Leader-Aktionsgruppe Saale-Orla finanzielle Mittel bewilligt. Die ersten dahingehenden Ideen für Kinder und Jugendliche zum Thema Geologie hat Josephine Schubert gemeinsam mit Christian Karst und Andrea Riedel, Projektmanagerin des Museums auf Burg Ranis, in nur zwei ­Wochen entwickelt und so vorbereitet, dass die Kinder diese nun ausprobieren konnten.

Die Zusammenarbeit mit ­Josephine Schubert auf dem ­Gebiet der Museumspädagogik rührt dabei nicht von ungefähr. Die gebürtige Raniserin, die an der Universität in Jena Altorientalistik studiert hat, ist seit drei Jahren im Museumsdienst auf der Burg tätig und hat nun auch Aufgaben in der Museumspädagogik übernommen. „Vor, während und nach meinem Studium habe ich immer wieder in den ­sozialen Bereich reingeschnuppert und jetzt kann ich beides vereinen.

Man sieht, wie es den Kindern Spaß macht und was sie lernen können“, freut sie sich über die neue Herausforderung. Workshops, Projekttage und ­geführte Wanderungen in und um Ranis wird sie erarbeiten. Diese können dann von Schulklassen jeder Schulart und Klassenstufe, Gästegruppen des Hauses Papilio in Ludwigshof sowie anderen interessierten Kinder-, Jugend- und Seniorengruppen genutzt werden. Alle Angebote werden generationsübergreifend erarbeitet.

In ihrem gestrigen Geologie-Projekttag lernten die Kinder, Gesteine zu bestimmen und zeichneten ihr Lieblingsmineral. An der Ilsenhöhle hörten sie die Ilsensage und suchten wie Archäologen nach steinernen Schätzen.

Einen ganz besonderen Einblick in die aktuellen Grabungen an der Ilsenhöhle erhielten alle Teilnehmer durch das Grabungsteam des Max-Planck-Institutes. Zum Abschluss unternahmen sie eine Wanderung nach Brandenstein und zum ­Wisentgehege.

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