Komplizierter Beton: Deshalb wird die Stadtrodaer Straße in Jena-Lobeda für zwei Tage gesperrt

Jena  Die Schnellstraße in Jena- Lobeda wird Anfang Juni wegen Brückenbau für zwei Tage gesperrt.

Das Traggerüst mit Schalungselementen für die neue Brücke in Lobeda entsteht.

Das Traggerüst mit Schalungselementen für die neue Brücke in Lobeda entsteht.

Foto: Michael Groß

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Der so genannte Betongang beim Bau der neuen Lobeda-West-Ost-Brücke über der Stadtrodaer Straße muss am Montag, 3. Juni, in einem ununterbrochenen Gang über die Bühne gehen. Das hat Ulrich Günther vom Ressort Ingenieurbauwerke des städtischen Eigenbetriebes Kommunalservice KSJ im Zeitungsgespräch betont. 1400 Kubikmeter Beton würden verbaut, „da können wir unterwegs nicht mal eben aufhören“. 24 Stunden würden samt Glättung des Betons insgesamt für die Prozedur benötigt; so erkläre sich auch die zweitägige Komplettsperrung der Stadtrodaer Straße im Umfeld des Neubaus der Spannbetonbrücke.

Anwohner müssten sicher mit einem besonderen Geräuschpegel wegen der beiden eingesetzten Pumpen rechnen, berichtet Jochen Pflüger, Bereichsleiter bei der ausführenden Firma Streicher. 70 Kubikmeter pro Stunde seien als Schüttgeschwindigkeit einkalkuliert; und so kämen 180 Fahrzeuge zum Zuge für die Anlieferung des Betons.

Schon am Abend des Sonntags, 2. Juni, würden die benötigten Aufbauten errichtet, sagte Ulrich Günther. „Mit Einsetzen der Helligkeit soll der Betongang starten“, der bis 1 oder 2 Uhr nachts andauern werde. Eine Chance der Beschleunigung gebe es da kaum; es werde mit jeweils 15 Leuten im Drei-Schicht-System gearbeitet. Nach sieben Tagen sei eine „gewisse Trockenheit“ erreicht; voraussichtlich im September oder Oktober könne die 100 Meter lange Brücke für den Verkehr freigegeben werden.

Gemeinsam mit Ortsteilbürgermeister Volker Blumentritt schauten sich Günther und Pflüger während des Gesprächs Fotos vom Bau der Vorgängerbrücke im Jahre 1972 an. „Na ja, der Arbeitsschutz damals ...“, sagte Jochen Pflüger und lächelte angesichts der fotografierten Bauleute, die Badehose und Gummistiefel trugen. „Die eigentliche Technik war damals aber nicht viel anders.“

Und wie steht es mit der Halbwertzeit der neuen Brücke? Dazu Ulrich Günther: „70 Jahre muss sie halten.“

Stadtrodaer Straße muss in beide Richtung voll gesperrt werden – Brückenbau schreitet voran

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