Besondere Ehrung für Else Rosenthal

Ehrenamtliches Engagement für die Gemeinde Wintzingerode: Else Rosenthal erhält die Thüringer Rose.

Else Rosenthal, Vorsitzende des Heimatvereins Wintzingerode, erhält auf der Wartburg in Eisenach die Thüringer Rose.

Else Rosenthal, Vorsitzende des Heimatvereins Wintzingerode, erhält auf der Wartburg in Eisenach die Thüringer Rose.

Foto: Stadtverwaltung Heiligenstadt

Die Thüringer Rose ist eine besondere Auszeichnung, eine Ehrung für Menschen, die sich in besonderer Weise ehrenamtlich und karitativ engagieren. Und diese mit einer Rose verzierte Medaille erhält Else Rosenthal. Die Vorsitzende des Heimatvereins Wintzingerode wurde von der Stadt Leinefelde-Worbis vorgeschlagen. „Ich war total überrascht“, sagt sie. Neben der Eichsfelderin sind auf der Wartburg elf weitere Thüringer ausgezeichnet worden. „Es war ein so wunderschöner Tag“, schwärmt Else Rosenthal. Das Ambiente im Saal und die Musik hätten zu einer würdevollen Verleihung beigetragen.

Else Rosenthal wurde am 11. Mai 1946 in Worbis geboren und macht nach ihrer Schulzeit eine Lehre bei der VdgB-BHG Worbis. Kurz nach der Ausbildung und wegen vorbildlicher Leistungen wird sie mit der Leitung der Verkaufsstelle in Worbis beauftragt. Bis zu ihrem Renteneintritt leitet sie diese Einrichtung, die später die Raiffeisengenossenschaft Eichsfeld wurde, heißt es im Schreiben der Stadt. Doch die 73-Jährige brennt vor allem für ihre Heimatgemeinde Wintzingerode.

Seit 2004 ist sie Mitglied des Ortsteilrates und „leistet dort immer noch hervorragende Arbeit“, so die Stadt. Dabei habe sie stets ihre persönlichen Interessen zurück gestellt, wenn es um das Wohl der Gemeinde ging. Für die Mitglieder des Heimatvereins und Wanderfreunde aus nah und fern organisiert sie zwei Mal im Jahr geführte Wanderungen, „die sich wegen ihrer sehr guten Vorbereitung immer größerer Beliebtheit erfreuen“, heißt es seitens der Stadt. Die Teilnehmerzahl steige stetig. Auch die Senioren und ehemaligen Einwohner liegen Else Rosenthal am Herzen. Für sie organisiert sie Feiern zur Weihnachts- und Faschingszeit. Dazu gibt es ein unterhaltsames Programm. „Ich mache die Arbeit gerne, es macht mir einfach Spaß“, lächelt sie. Es sei keine Pflicht, kein Zwang. Um die Integration der Flüchtlinge bemüht sich die 73-Jährige seit vielen Jahren ebenfalls. Sie hat selbst eine Familie mit drei Kindern in ihrer persönlichen Betreuung. „Sie sind für mich zur Familie geworden“, sagt sie unter Tränen. Denn ihr Mann sei vor zwölf Jahren gestorben, sie habe keine eigene Familie mehr. Auch im Flüchtlingsaufnahmeheim in Bodenstein ist sie sofort zur Stelle, unterstützt den Heimleiter und engagiert sich in der Kleiderkammer.

Ihr aktuelles Großprojekt: die Restaurierung der Orgel in der Kirche St. Katharina. Dafür habe sie, so die Stadtverwaltung, kurzerhand die persönliche Verantwortung übernommen. Sie stehe im Kontakt mit den Gutachtern, Orgelbaufirmen und dem Kirchenamt Mühlhausen. Auch um die Finanzierung kümmert sie sich mit – sie sammelt Spenden und organisiert Benefizkonzerte. Und das alles aus Überzeugung und weil sie gerne macht.

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