Lebhaft und lautstark: Bunte Demo in Weimar gegen Diskriminierung

Weimar.  Weimar hat am Samstag den Christopher Street Day Thüringen gefeiert. Mehr als 1000 Menschen sind vom Bahnhof durch die Stadt gezogen. Die queere Community will sichtbarer werden.

Weil im Frühjahr die eigentlich geplanten Demos in allen vier Städten wegen Corona ausfallen mussten, haben sich die vier bestehenden Thüringer CSD-Gruppen aus Erfurt, Weimar, Jena und Gera zusammengetan und feierten erstmals gemeinsam in einer Stadt.

Weil im Frühjahr die eigentlich geplanten Demos in allen vier Städten wegen Corona ausfallen mussten, haben sich die vier bestehenden Thüringer CSD-Gruppen aus Erfurt, Weimar, Jena und Gera zusammengetan und feierten erstmals gemeinsam in einer Stadt.

Foto: Christiane Weber

So viele Regenbogenfahnen wehten noch nie auf dem Theaterplatz: Dort fand am Samstag der Demonstrationszug zum Christopher Street Day mit einem bunten Straßenfest seinen Abschluss. Rund 1200 Menschen beteiligten sich nach Angaben von CSD-Sprecherin Theresa Ertel am Demonstrationszug vom Bahnhof durch die Innenstadt mit Kundgebungen auf allen vier zentralen Weimarer Plätzen. Damit verzeichneten die Veranstalter mehr als doppelt so viele Teilnehmende wie erwartet. Lebhaft und lautstark, doch friedlich und ohne Zwischenfälle wurde für Akzeptanz, Respekt und Vielfalt geworben. Weimar sei nach Angaben von Theresa Ertel deshalb zum Veranstaltungsort ausgewählt worden, weil die Aids-Hilfe Weimar & Ostthüringen in diesem Jahr ihr 30-jähriges Bestehen feiert.

Während des Zuges und des Festes bestand Maskenpflicht, ansonsten muss die Veranstaltung abgebrochen werden, legte Moderator Daniel Herold, der auf dem Truck im Zug mitfuhr, allen ans Herz. Angeführt wurde der lange Demonstrationszug vom Fanfarenzug Gera. Die queere Community will sichtbarer werden und wirbt um mehr Toleranz, denn noch immer gäbe es nach den Worten von Theresa Ertel Diskriminierungen und Anfeindungen.