Jenaer Projekt "Dextrinova" gewinnt zwei Preise

Das Jenaer Projekt "Dextrinova" steht für die Entwicklung eines Schmelzklebers, der erstmalig aus nachwachsenden Rohstoffen produziert sowie biokompatibel und voll biologisch abbaubar ist.

Jung und innovativ: Thomas Schubert, Luca Christel, Doppel-Preisträgerin Jana Wotschadlo, Nicolas Herrmann und Elisa Kirbst auf dem Balkon der "Villa am Paradies". Foto: Maximilian Wolf

Jung und innovativ: Thomas Schubert, Luca Christel, Doppel-Preisträgerin Jana Wotschadlo, Nicolas Herrmann und Elisa Kirbst auf dem Balkon der "Villa am Paradies". Foto: Maximilian Wolf

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Jena. Stellen Sie sich vor, Sie haben eine perfekte Geschäftsidee, die schon mehrere Jahre in ihrem Kopf gereift ist, und es wird langsam Zeit, sie der Öffentlichkeit zu präsentieren. Was fehlt, ist der passende Geschäftspartner und das entsprechende Budget. Plötzlich treffen Sie im Fahrstuhl einen erfolgreichen Investor, der an ihrer Idee interessiert ist. Leider hält der Fahrstuhl bald im nächsten Stockwerk und Sie haben nur wenige Sekunden Zeit, um ihre Idee schmackhaft zu machen.

Auf genau dieser Situation baut der sogenannte "Elevator Pitch" auf. Im Rahmen des Gründer- und Innovationstages am Donnerstag hatten fünf junge Menschen jeweils 60 Sekunden Zeit, um ihre Geschäftsidee einer Fachjury zu präsentieren. Die Friedrich-Schiller-Universität hatte gemeinsam mit der Bauhaus-Universität Weimar ihre Absolventen mit den besten Geschäftsideen in die "Villa am Paradies" eingeladen.

42 Sekunden brauchte Nicolas Herrmann aus Weimar, um seine Idee "Plants and machines" vorzustellen. Gemeinsam mit zwei Masterabsolventen hat er eine Methode entwickelt, voll automatisierte Gewächshäuser von künstlicher Intelligenz steuern zu lassen. Unabhängig von Standortfaktoren und klimatischen Bedingungen können so Nahrungsmittel angebaut werden, sagt der 26-Jährige. Das Besondere an der Idee ist, dass das Ökosystem ohne Zugabe von Düngemitteln und mit einer sehr geringen Wassermenge auskommt. Außerdem lässt es sich durch stapelbare Module gut in den Baubestand integrieren. Die "42why" GmbH des Jenaers Thomas Schubert bietet bereits Dienstleistungen an. Der 36-jährige lebt in Weimar und ist bisher der einzige Angestellte der Firma und bietet übersichtliche Visualisierungen an, die sich mit verschiedenen Wirtschaftsfragen beschäftigen.

Eine Lernsoftware stellte der 26-jährige Luca Christel vor. "Doknose" nennt sich das Projekt des Masterabsolventen der Betriebswirtschaftslehre, dessen Projekt sich mit zwei weiteren Begründern noch im Aufbau befindet. Eine freie Interpretation ihrer Redezeit zeigte die Weimarer Absolventin Elisa Kirbst mit einer Gesangseinlage. Sie stellte so melodisch das Projekt "Heimathlet" vor. Ein funktionstüchtiges Model des "Heimathleten" konnten die Besucher sich am Donnerstag bereits anschauen und ausprobieren. Die Mischung aus Möbelstück und Sportgerät soll sich genauso für den Gebrauch in den eigenen vier Wänden, wie auf der Arbeit eignen. "Durch unser Produkt kann man eine Auszeit vom Büroalltag nehmen, ohne dieses verlassen zu müssen", sagt die 26-Jährige, die ihren Master in Produktdesign bereits in der Tasche hat.

Ohne Gesang, aber dafür am Ende doppelt erfolgreich war die Jenaerin Jana Wotschadlo mit dem Projekt "Dextrinova". Dieses steht für die Entwicklung eines Schmelzklebers, der erstmalig aus nachwachsenden Rohstoffen produziert sowie biokompatibel und voll biologisch abbaubar ist. Das Projekt bekam neben dem mit 500 Euro von der Sparkasse Jena-Saale-Holzland gesponserten Jurypreis, sondern auch den mit 500 Euro dotierten Publikumspreis der Bm-t GmbH.

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