Premiere für Jugendschutzparcours in Stadtilm

Stadtilm (Ilmkreis). Mädchen und Jungen beschäftigen sich in dieser Woche in Stadtilm mit Suchtgefahren, Internet-Mobbing und Markendruck.

Franziska, Celina (v.v.l.), Sozialpädagogin Sandra Nehrlich, Steffi, Adrian, Anna und Martin (h.v.l.) an der Station Medienschutz. Foto: Christoph Vogel

Franziska, Celina (v.v.l.), Sozialpädagogin Sandra Nehrlich, Steffi, Adrian, Anna und Martin (h.v.l.) an der Station Medienschutz. Foto: Christoph Vogel

Foto: zgt

Ab welchem Alter gilt man laut Jugendschutzgesetz als Jugendlicher? Ab wann darf man allein in die Disko? Es waren knifflige Fragen, die die Zehn- bis Dreizehnjährigen aus dem Ilmtal am Dienstag in der Aula der Gemeinschaftsschule in Stadtilm beantworten sollten.

Dort ist in dieser Woche der Jugendschutzparcours "Stop & Go" aufgebaut. Am Mittwoch werden Kinder und Jugendliche aus den Gemeinden der Verwaltungsgemeinschaft "Riechheimer Berg" und Donnerstag aus Ichtershausen erwartet. Sie gehören zu den ersten, die nach einem "Testlauf" in Erfurt diesen Parcours ausprobieren können. Betreut werden sie dabei von Sandra Nehrlich und Dajana Nieke vom Kinder- und Jugendschutzzentrum "Baumhaus" des Arnstädter Marienstiftes.

"Wir wollen erreichen, dass der Jugendschutz mehr Beachtung in der Öffentlichkeit findet. Es ist ja gerade bei Jugendlichen ein unbeliebtes Thema. Viele denken, sie werden dadurch eingeschränkt", betonte Ingo Weidenkaff von der Landesarbeitsgemeinschaft Kinder- und Jugendschutz Thüringen, der den Parcours mit den Schwerpunkten Neue Medien, Sucht und Konsumverhalten konzipiert hat. Für jede der vier Station gibt es einen Aufsteller und das nötige Material, das, in Boxen verpackt, überall genutzt werden kann. Vorausgesetzt, die Räumlichkeiten sind groß genug. Die Aula in Stadtilm bot sich dafür an, die Gemeinschaftsschule half gern.

"Für uns ist das ein interessantes Ferienangebot", sagte Oriana Mainka, Jugendpflegerin im Ilmtal. Steffi, Tobias, Adrian und die anderen ließen sich bereitwillig auf das Thema ein, machten bei den Frage-Antwort-Spielen mit und wurden angeregt, ihre Verhaltensweisen zu überdenken. Wobei sich auch Sozialpädagogin Sandra Nehrlich darüber freute, dass viele in der Vorstellungsrunde bei ihren Hobbys angaben, gern Sport zu treiben und mit anderen zu spielen. Aber natürlich gehören auch Spiele auf der Playstation und am Computer dazu. Wichtig ist, Stopp zu sagen, wenn es zu viel wird.