Millioneninvestition in Kirchhasel

Kirchhasel  Die Firma GAT will in der Gemeinde wachsen und hat das letzte Grundstück im Gewerbegebiet Kirchhasel erworben

Übergabe des neuen Grundstückes im Gewerbegebiet Uhlstädt-Kirchhasel an die Firma GAT durch Geschäftsführerin Gaby Urban, Bürgermeister Toni Hübler (CDU) und GAT-Chairman Spyros Aroukatos (V.l.) Foto:

Übergabe des neuen Grundstückes im Gewerbegebiet Uhlstädt-Kirchhasel an die Firma GAT durch Geschäftsführerin Gaby Urban, Bürgermeister Toni Hübler (CDU) und GAT-Chairman Spyros Aroukatos (V.l.) Foto:

Foto: zgt

Große Ereignisse werfen ihre Schatten voraus in Kirchhasel und hier speziell im dort ansässigen Gewerbegebiet. So hat das Unternehmen Gesellschaft für Kraftstoff- und Automobiltechnologie (GAT), das sich auf die Herstellung von Schmierstoffen und Additiven für Motoren spezialisiert hat, das letzte noch im Besitz der Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel befindliche Gewerbegrundstück erworben.

Und nicht nur das. In den kommenden zwei Jahren will das Unternehmen kräftig auf den 10 300 neu erworbenen Quadratmetern investieren. Insgesamt fünf Millionen Euro sind hierfür vorgesehen, erklärt Spyros Aroukatos, Chairman bei GAT: „Am Ende werden wir unsere Kapazitäten mehr als verdoppelt haben.“ So produziere und forsche das Unternehmen im Augenblick auf mehr als 3000 Quadratmetern. Wenn der Neubau fertig gestellt ist, werden es 8000 sein, ergänzt Aroukatos gegenüber unserer Zeitung.

Dabei sei die Kapazitätserweiterung dringend geboten. Im Vergleich zu 2016 hätten sich die Umsätze des vor vier Jahren gegründeten Unternehmens mehr als verdoppelt. Aus den ursprünglich gerade einmal drei Mitarbeitern seien inzwischen 27 geworden.

Hintergrund des Ausbaus sei aber nicht allein der bisherige wirtschaftliche Erfolg, wie Aroukatos erklärt. So soll in den neuen Räumen neben Produktions- und Vertriebsstätten vor allem ein neues Forschungszentrum entstehen.

Damit will sich das Unternehmen auf die Zukunft der Mobilität vorbereiten. „Wir sind gerade dabei unser Sortiment zu erweitern“, sagt der GAT-Chairman. So gehörten zum Sortiment neben Produkten für den klassischen Verbrennungsmotor seit kurzem auch Angebote für Hybrid-Motoren, also der Kombination aus Verbrennungs- und Elektromotor.

Aus anfangs drei Mitarbeitern wurden 27

Zu den Forschungsgebieten auf die sich GAT konzentrieren wolle, gehöre zudem der Wasserstoffantrieb mit Hilfe einer Brennstoffzelle. „Das ist eine Zukunftstechnologie, die wir kommen sehen. Und der Markt der Zukunft hat andere Anforderungen als heute“, erklärt Aroukatos. So könne es sich kein Mobilitätsunternehmen mehr leisten, Produkte erst zu entwickeln, wenn die neuen Technologien bereits am Markt etabliert seien.

Man müsse in der Lage sein, sofort Lösungen anzubieten, ergänzt Aroukatos. Das sei auch der Hauptgrund für den Ausbau der Forschungskapazitäten. Der Automarkt der Zukunft werde um einiges vielfältiger sein, als es heute der Fall ist. Darauf wolle man in Kirchhasel vorbereitet sein, erklärt Aroukatos.

Darüber hinaus plane das Unternehmen auch, sich auf den Wandel in der Autowelt einzustellen. Diversifikation sei hier das Stichwort, also die Erweiterung der Produktpalette. „Wir sind dabei Produkte zu entwickeln, die über die klassischen Systemreiniger und Additive für Verbrennungsmotoren hinausgehen“, sagt Aroukatos. Neben allen Neuerungen will das Unternehmen aber auch im bestehenden Geschäft weiter wachsen.

Im Augenblick produziert GAT in Kirchhasel für Kunden in mehr als 70 Ländern – Von Russland über Korea bis Kanada und Südafrika. In zwei Jahren will das Unternehmen in mehr als 90 Ländern aktiv sein. Dafür will sich GAT auf verschiedenen Fachmessen präsentieren. „Gerade sind wir aus Istanbul und Dubai zurückgekommen. In den nächsten Wochen stehen die Messen in St. Petersburg, Frankfurt, Buenos Aires oder Shanghai auf dem Programm“, ergänzt Aroukatos.

Eine gute Nachricht sind die Investitionen auch für die Gemeinde Uhlstädt-Kirchhasel. So bewertet auch Bürgermeister Toni Hübler (CDU) das Vorhaben positiv: „Vor allem für den ländlichen Raum ist es gut, dass ein aufstrebendes Unternehmen hier investiert.“

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