Mit vereinten Kräfte gegen den Waldbrand in Jena

Jena  Jena erlebte den größten Feuerwehreinsatz seit Jahren. Es war eine wahre Feuertaufe für die Löschhubschrauber der Thüringer Polizei.

Neben etwa 150 Feuerwehrleuten war auch der Löschhubschrauber der Thüringer Polizei im Einsatz.

Neben etwa 150 Feuerwehrleuten war auch der Löschhubschrauber der Thüringer Polizei im Einsatz.

Foto: Sascha Fromm

Den größten Feuerwehreinsatz seit Jahren hat es am Wochenende in der Stadt Jena gegeben. Oberhalb der Lobdeburg, am Stadtrand von Jena, brannte ein Waldstück. Zwölf Freiwillige Feuerwehren und die Berufsfeuerwehr der Stadt Jena waren im „Vollalarm“. Außerdem waren Fahrzeuge der Feuerwehren Kahla, Schöngleina, Stadtroda, Mellingen, Apolda, Camburg und Blankenhain angefordert.

Erstmals kam zudem der Hubschrauber der Polizei „Christoph Thüringen“ zum Einsatz, welcher seit 14 Tagen für Brandbekämpfung zur Verfügung steht. 1000 Liter Wasser auf einmal konnte über dem brennenden Wald abwerfen, bevor er im Tiefflug über dem Schleichersee – einem Jenaer Badesee – erneut Wasser schöpfte.

Der Notruf war am Sonnabend kurz nach 18 Uhr bei der Jenaer Feuerwehr eingegangen. Der Brand breitete sich rasch auf etwa 20.000 Quadratmeter aus, die Flammen schlugen bis zu drei Meter hoch.

Bei dem Waldbrand war die Löschwasserversorgung das größte Problem. Feuerwehrautos fuhren das Wasser bis zur Lobdeburgklause, wo es eingespeist wurde. Weil das nicht ausreichte, wurden über eine Strecke von einem Kilometer wurden Schläuche ausgerollt. Der nächstgelegene Hydrant befand sich in der Straße unter der Lobdeburg.

Im Wohngebiet verfolgten Bewohner die Anflüge des Löschhubschraubers. Vereinzelt stiegen auch private Drohnen auf, mit denen sich die Anwohner ein Bild verschaffen wollten.

Die Helfer vor Ort kümmerten sich um Menschen, die auf dem Rückweg von der Gaststätte „Lobdeburgklause“ waren. Der Gaststättenbetrieb konnte aber weitergehen. Am Einkaufszentrum Burgaupark errichtete der Katastrophenschutz der Stadt Jena den Bereitstellungsraum für die Feuerwehren. Hier wurden die Einsatzkräfte auch verpflegt. 21.30 Uhr meldete Rathaus-Sprecher Kristian Philler, dass das Feuer unter Kontrolle sei. Menschen wurden nicht verletzt. Schaden an Gebäuden gab es nicht.

Allerdings ging der Einsatz bis nach Mitternacht weiter: Die Flammen loderten immer wieder auf. Einsatzkräfte des Technischen Hilfswerkes halfen bei der Beleuchtung des unwegsamen Areals.

Am heutigen Montag möchte die Stadt Jena eine Bilanz des Einsatzes ziehen. Bereits in der Nacht zum Sonntag wurde den Helfern per Nachricht aus dem Rathaus gedankt: „Die Stadt Jena bedankt sich bei allen Einsatzkräften aus Jena und Umgebung!“

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