Nach großer Anstrengung: Begegnungsstätte Eisenberg hat neue Küche

Eisenberg  Begegnungsstätte der Volkssolidarität in Eisenberg hat neue Küche dank Förderung und zahlreicher Spenden

Stolz auf die komplett neue Küche in der Begegnungsstätte „Goldener Herbst“ der Volkssolidarität in Eisenberg: Bewohnerin Lisbeth Edler, die Leiterin Heike Priese, Bewohnerin Marianne Loose und die ehrenamtliche Betreuerin

Stolz auf die komplett neue Küche in der Begegnungsstätte „Goldener Herbst“ der Volkssolidarität in Eisenberg: Bewohnerin Lisbeth Edler, die Leiterin Heike Priese, Bewohnerin Marianne Loose und die ehrenamtliche Betreuerin

Foto: Angelika Munteanu

„Eine Traumküche“, schwärmte gestern Lisbeth Edler von der neuen Küche in der Begegnungsstätte „Goldener Herbst“ der Volkssolidarität in Eisenberg . Mit einem Augenzwinkern setzte sie noch hinzu: „Jetzt schmeckt der Kaffee noch viel besser.“ Die neue Küche, die mit riesigem Aufwand und viel Unterstützung gebaut worden ist, sei ein Gewinn für die Begegnungsstätte. Das meint auch Ursula Ludwig aus Eisenberg. Seit mindestens fünf Jahren gehört sie zu den Stammgästen der gemütlichen Kaffeerunde an jedem Donnerstag.

Mitte August war die Sanierung in der Küche der Begegnungsstätte gestartet. Mancher Stammbesucher hatte Sorge, dass die wöchentlichen Veranstaltungen ausfallen würden. Um die Treffen in der Begegnungsstätte dennoch fortzusetzen, waren praktikable Lösungen gefunden worden. In der Begegnungsstätte war eine provisorische Küche aufgebaut worden, um die täglichen Veranstaltungen so gemütlich wie nur möglich zu gestalten. Gespült wurde das Geschirr bei Senioren wie Marianne Loose privat, die nebenan wohnt und ihre Hilfe angeboten hatten. Die Zusammenarbeit mit den Eisenberger Handwerkern, dem Küchenstudio von Torsten Klingenberg, der Malerfirma und dem Fußbodenleger sei Hand in Hand gegangen, bedankte sich zur offiziellen Einweihung in dieser Woche die Leiterin der Eisenberger Volkssolidarität-Einrichtung Heike Priese. Heiko Bergner übernahm spontan die Elektroarbeiten ohne Entgelt, „er wollte einfach nur helfen“, freute sich Heike Priese.

Finanziert wurde die Küche aus Thüringer Lottomitteln in Höhe von 8000 Euro. Das von der Geschäftsführung der Volkssolidarität Ostthüringen beantragte Geld hat Thüringens Sozialministerin Heike Werner (Die Linke) zur Kücheneinweihung übergeben. „Außerdem hat es Spenden gegeben vom Hauseigentümer, von den Stadtwerken Eisenberg, eine Privatspende vom Ersten Beigeordneten des Landkreises Dietmar Möller“, berichtet Heike Priese. Zugleich habe sich eine Spendenwelle entwickelt, getragen von Bewohnern und deren Angehörigen. „Es hat mich als Einrichtungsleiterin sehr bewegt, wie hilfsbereit alle sind und dass man miteinander etwas schaffen kann.“ Die Restsumme brachte die Volkssolidarität Ostthüringen auf.

Die neue Küche kann nun nicht nur von den Bewohnern des Hauses und Mitgliedern der Volkssolidarität genutzt werden. Sie steht allen Vereinen offen, die regelmäßig zu Gast in der Begegnungsstätte sind.

Auch zur feierlichen Kücheneinweihung bekam die Begegnungsstätte viel Unterstützung. Detlef Poller vom Jugendzentrum Wasserturm und Stadthallen-Verwalter Hartmut Lindner organisierten die Veranstaltungstechnik. Der Vorsitzende des Blinden- und Sehbehindertenverbandes im Saale-Holzland-Kreis, Christian Vogel, spendete für die neue Küche Geschirr und Kaffeebecher. Der amtierende Bürgermeister Götz Witkop (BDS/FDP) überbrachte Brot und Salz und Unterstützung für zwei Einpflanzungen im Eingangsbereich. Stadtrat Steffen Much (Die Linke) übergab im Namen des Landtagsabgeordneten Mike Huster für die Küche eine Kaffeemaschine.

Rainer Thorwirth, Geschäftsführer der Volkssolidarität Ostthüringen, lud die Gäste und die Sozialministerin dazu ein, gemeinsam im Außengelände der Senioren-Wohnanlage einen Ribbeck-Birnbaum zu pflanzen. Den hatte die Ministerin aus dem Havelland organisiert. Das erste Stück von einem Birnenkuchen werde die Sozialministerin Werner auf jeden Fall bekommen, das haben die Mitarbeiter der Volkssolidarität versprochen.

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