Neuer Rekord bei Freiwilligentag in Jena

Jena  Gegärtnert, gemalert, geholfen: Der Jenaer Freiwilligentag hat so viele Mitstreiter wie nie zuvor. Stark war auch die internationale Teilnahme.

Die Apfelernte auf der Trüperwiese der Bürgerstiftung, wo auch ein Teil für die Abendabschlussfete vermostet wurde, war erfolgreich.

Die Apfelernte auf der Trüperwiese der Bürgerstiftung, wo auch ein Teil für die Abendabschlussfete vermostet wurde, war erfolgreich.

Foto: Michael Groß

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Einen neuen Rekord vermeldet die Bürgerstiftung Jena: Beim 14. Freiwilligentag wurden am Samstag 511 Freiwillige gezählt. Sie hatten sich an 35 Mitmach-Stationen im gesamten Stadtgebiet ehrenamtlich für das gemeinschaftliche Wohl eingesetzt – an Pflegemaßnahmen beteiligt, Senioren in Heimen betreut, gemalert, aufgeräumt oder auch geholfen beim Reparieren von Fahrrädern für Flüchtlinge.

„Unser Ziel von 500 Freiwilligen wurde damit noch übertroffen, und auch mit 83 internationalen Freiwilligen ist ein neuer Rekord erzielt worden“, zeigt sich Heidi Scheller, Geschäftsführerin der Bürgerstiftung Jena, sehr zufrieden. Die ausländischen Helfer kamen unter anderem aus den USA, Frankreich, Irak, Iran, Syrien, Eritrea, Indien und auch Ägypten.

Eröffnet wurde der Freiwilligentag durch hohen Besuch aus Erfurt. Sozialministerin Heike Werner (Linke) war gemeinsam mit Oberbürgermeister Thomas Nitzsche (FDP) ins Büro der Bürgerstiftung Jena gekommen, wo sie Vorstandsvorsitzender Bastian Borck begrüßte. Er konnte darauf verweisen, dass die Bürgerstiftung bei den Freiwilligentagen bisher schon 3400 Menschen mobilisiert habe.

Die Ministerin würdigte diese Aktionen, weil sie Brücken bauen zwischen Bürgern und Stadt. Auch könne so ein Tag mit vielen Aktionen in der Stadt so manchen fürs Mitmachen gewinnen, der sonst kaum Chancen habe, zu den ehrenamtlich Engagierten zu stoßen.

OB Nitzsche zeigte sich beeindruckt von der Nachhaltigkeit der Freiwilligentage. Er selbst habe vor Jahren schon mitgemacht, und zwar bei der Pflege der Orchideenhänge im Leutratal, das übrigens auch diesmal wieder zu den Einsatzorten zählte. Besonders gefallen habe ihm am Samstag die Karawane von Rollstühlen, mit der Teilnehmer des Freiwilligentages Senioren einen Ausflug zum Altstadtfest ermöglicht haben.

Diese Betreuung war eine von 35 Mitmach-Aktionen für Ehrenamtliche am Samstag. Weitere aktive Helfer waren zum Beispiel im Einsatz bei der Pflege der Hänge des Sängerplatzes in der Trießnitz bei Winzerla. Hier hatten Bürgerverein Winzerla, Integrationsprojekt Elli, Waldkindergarten und Stadtteilbüro gemeinsam Hand angelegt. So wurden die Hänge neu befestigt und mit Obststräuchern bepflanzt sowie Laub beseitigt.

Am Standort der Freien Bühne Jena halfen mehrere Freiwillige den Theaterleuten beim Einpacken für den bevorstehenden Umzug. Ein Spielhaus gebaut wurde auf dem Abenteuerspielplatz in Lobeda-West. Im Beratungsraum des Tausend-Taten-Vereins in der Neugasse wurden die Malerpinsel geschwungen. Ebenso im Querwege-Kindergarten in der Felsenkellerstraße. Pflegemaßnahmen gab es zudem am Landgrafen und auf dem Lehrpfad „Schlauer Ux“ auf dem Forst, um nur einige Beispiele zu nennen. Der gesamte Tag war auch dank der Unterstützung des Hauptsponsors Jenapharm möglich.

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