Ermittler durchsuchen in Ostthüringen Haus eines früheren KZ-Aufsehers

Gera  Wegen Mordverdachts haben Ermittler das Haus eines ehemaligen Wachmanns des NS-Vernichtungslagers Auschwitz in Ostthüringen durchsucht. Der Mann ist 95 Jahre alt und war von 1942 bis 1945 KZ-Aufseher.

Die Staatsanwaltschaft Gera ermittelt gegen einen früheren Wachmann des NS-Vernichtungslagers Auschwitz. Dem Mann werde Mord vorgeworfen. Symbolfoto: Jan Woitas/dpa

Die Staatsanwaltschaft Gera ermittelt gegen einen früheren Wachmann des NS-Vernichtungslagers Auschwitz. Dem Mann werde Mord vorgeworfen. Symbolfoto: Jan Woitas/dpa

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Dort sei Ende März aber kein belastendes Beweismaterial gefunden worden, informierte der Sprecher der Staatsanwaltschaft Gera, Steffen Flieger, am Freitag. Deswegen wollen die Ermittler nun nach Anhaltspunkten bei vergleichbaren Verfahren suchen und hoffen auf Zeitzeugen, die Angaben zu Taten des Beschuldigten machen können.

Der Mann ist 95 Jahre alt und war laut Flieger von 1942 bis 1945 KZ-Aufseher. Die Vorermittlungen waren von der Zentralstelle zur Aufklärung nationalsozialistischer Verbrechen in Ludwigsburg geführt worden. Die Staatsanwaltschaft Gera hat das Verfahren von dort übernommen. Allerdings rechnet die Anklagebehörde nicht damit, dass die Ermittlungen noch in diesem Jahr abgeschlossen werden können.

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