Kläger will Betreibern des Schleizer Dreiecks die Hand reichen

"Wir reichen den Gesellschaftern der Betreibergesellschaft Schleizer Dreieck jetzt die Hand zu einem Neuanfang, um gemeinsam mit unserer Unterstützung den Erhalt der Traditionsveranstaltungen zu garantieren", sagt Bernd Reiße aus Schleiz, der am vergangenen Donnerstag die Klage gegen den Freistaat gewann.

Bernd Reiße will mit Dreieck-Betreibern verhandeln.  Foto: Archiv

Bernd Reiße will mit Dreieck-Betreibern verhandeln. Foto: Archiv

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Schleiz. Das Gericht kassierte die Genehmigung für 18 Renntage aus immissionsschutzrechtlichen Gründen. Allerdings ist das Urteil noch nicht rechtskräftig und der Unterlegene kann beim Oberverwaltungsgericht auf Zulassung einer Berufung klagen.

Bernd Reiße unterstreicht, dass es "ohne die Anwohner der Rennstrecke von Schleiz und Oberböhmsdorf" keine Zukunft gebe. Im Urteil des Gerichts sieht er im Gegensatz zu vielen Schwarzmalern in den Internetforen "kein Aus für die Rennstrecke". Das sei auch nie das Ziel der Klage gewesen. Reiße sieht sich hier im Bündnis mit den Freien Wähler Schleiz, dem Aktionsbündnis "Bürger für Schleiz", der Interessengemeinschaft Oberböhmsdorf, dem Ortsteilrat Oberböhmsdorf sowie der Mehrzahl der Anwohner am Dreieck.

Die Schuld dafür, dass es erst zu einem Urteil kommen musste, sieht der Kläger in der starren Haltung der Betreibergesellschaft. "Wir haben im April ein Vergleichsangebot unterbreitet zum Erhalt der Traditionsveranstaltungen IDM, Sidecar und Classic." Das Angebot sah acht Renntage vor. "Die Betreibergesellschaft lehnte den Vergleich ab mit der Begründung, ohne die Bike Promotion sei der Schleizer Rennkurs nicht zu finanzieren." Das hält Bernd Reiße für eine unbegründete Behauptung. Obwohl der Ausgang des Verfahrens zu erahnen gewesen sei, habe die Betreibergesellschaft nicht mal den Versuch einer Einigung unternommen. Reiße sieht die Dreieck-Betreiber deshalb auch jetzt in der Verantwortung, sich kompromissbereiter zu zeigen.