Serientäter schwänzt Prozess in Gera – 20-Jähriger wird per Haftbefehl gesucht

Gera  Am Landgericht Gera ist am Donnerstag ein Prozess gegen einen 20-Jährigen geplatzt.

Symbolbild.

Symbolbild.

Foto: Marco Kneise

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Am Landgericht Gera ist am Donnerstag ein Prozess gegen einen 20-Jährigen geplatzt. Er sollte sich wegen schweren Raubes, gefährlicher Körperverletzung, Diebstahl und Sachbeschädigung verantworten.

Zum Prozessauftakt um 9 Uhr waren zwar die komplette Strafkammer, Staatsanwalt, Jugend­gerichtshilfe und Verteidiger anwesend, nicht aber der Angeklagte. Dabei hatte er die Ladung förmlich zugestellt bekommen. Auch der Vertreter der Jugendgerichtshilfe machte den Altenburger im persönlichen Gespräch auf den Termin aufmerksam. Doch ohne Erfolg.

Die Liste der Tatvorwürfe gegen den jungen Mann, der unter Bewährung stand, ist lang. Belangt wird der Angeklagte wegen eines Überfalls am 19. März 2018 in der Nähe des Altenburger Bahnhofes. Er soll dem Geschädigten eine leere oder nicht funktionstüchtige Pistole an den Hals gehalten und Geld gefordert haben. Nachdem der Geschädigte dies verweigert hatte, soll der Angeklagte die Waffe durchgeladen und abgedrückt haben, wobei sich jedoch kein Schuss gelöst haben soll. Es sollen Schläge gefolgt sein.

Der Inhaber einer Imbissbude in Ponitz soll den Angeklagten im August 2018 bei einem Diebstahl gestellt haben. Er nahm ihm die Ware im Wert von fünf Euro ab. Der Angeklagte soll danach am Bahnhof in Ponitz mit Steinen die Glasverkleidung zweier Informationstafeln beschädigt sowie in der Unterführung des Bahnhaltes die Lampe nebst Verkleidung heruntergerissen haben. Dabei entstanden 1000 Euro Sachschaden.

Das Gericht schickte die Altenburger Polizei auf die Suche nach dem Mann. Weil diese ihn nicht fand, fiel der Prozess aus. Nun wird der Angeklagte per Haftbefehl gesucht.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Kommentare sind für diesen Artikel deaktiviert.