Saalfelder Marktfest: „Dr. Detscher“, liebende Hippies und eine junge Rockerin

Saalfeld  Mit den Marktmeisterschaften und den Bands „berge“ und „Lotte“ begannen am Donnerstag das 2019er Saalfelder Marktfest

Die Band „Lotte“ spielte am Donnerstag beim Saalfelder Marktfest 2019.

Die Band „Lotte“ spielte am Donnerstag beim Saalfelder Marktfest 2019.

Foto: Guido Berg

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Den kleinen Anfang des 2019er Saalfelder Marktfestes machten die erstmals ausgetragenen Saalfelder Marktmeisterschaften. Fünf Teams suchten den Wettstreit - der SSV Kleingeschwenda, das Epsa-Team, der 1. SSV Saalfeld, der Verein Ostereierbaum und das Team der Sparkasse. Es galt, den besten Detscher anzufertigen, Saalfelds ölige Teigspezialität. Alt-Marktmeister Hanjörg Bock fungierte als Schiedsrichter „Dr. Detscher“. Die Moderation übernahmen die SRB-Radio-DJs Thomas Böhm und Henrik Püschle, die parallel einen 28-stündigen Radiomarathon absolvierten. Zum Wettstreit gehörte neben dem Abfragen von diversem Saalfeld-Wissen auch das erkennen von Pop-Songs, freilich rückwärts gespielt. Der Soft-Cell-Hit „Tainted Love“ wurde ebenso erkannt wie „Total Eclipse of the Heart“ von Bonnie Tyler. Letztlich errang das Epsa-Team mit 485 Punkten den ersten Rang. Die Kreissparkasse wandelt die Punktzahl freundlicherweise in Euros um und spendet die Summe dem Kindergarten Dittrichshütte.

Dann kam mit „berge“ die erste Band auf die Bühne. Das sind junge bunte Leute aus Berlin, die das eine oder andere Anliegen haben. Der Gitarrist trug ein T-Shirt mit der Aufschrift „Bitte kein Plastik“, in den Lieder finden sich Passagen wie diese: „Ich singe weiter bis die Menschlichkeit siegt“ oder auch „Ich habe ein ganzes Meer voller bunter Farben entdeckt“. Ein wenig des Kirchentags-Feelings zuviel verspürte der Autor dieser Zeilen, als die Sängerin proklamierte: „Wir sind Hippies, die voll für die Liebe unterwegs sind...“ Gleichwohl gefiel „berge“ dem Publikum, es wurde geklatscht und geschunkelt und das nicht ganz so liebe Gitarren-Riff, dass sich vielleicht mancher herbeisehnte, kam ja dann auch noch: Dank der Band „Lotte“. Die Sängerin und Namensgeberin brachte ihre eigene Fender Strat zum genüsslichen Aufheulen, vor allem aber ihr Gitarrist blieb in Sachen Riffs nichts schuldig. Lotte erzählte, sie möge „Songs mit einem gewissen Grauschleier“ - und diese taten dem Abend ausgesprochen gut.

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