Sperrung, Kontrollen oder Gelassenheit?

Ralf Ehrlich über Probleme einer Großbaustelle

Eine Kolumne von Lokalreporter Ralf Ehrlich.

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Foto: Arne Martius

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Die Nerven liegen blank in Gräfinau-Angstedt. Zumindest bei einigen Anwohnern der Singer Straße. Seit fast eineinhalb Jahren ertragen sie den Umleitungsverkehr vor ihrer Haustür. Dort ging es bislang recht beschaulich zu, bis die Ilm-Brücke wegen Bauarbeiten gesperrt wurde. Die innerörtliche Umleitung, eigentlich nur für Anlieger gedacht, führt über die Singer Straße. Ganz bestimmt fahren nicht nur Einheimische diese Umleitungsstrecke, was für regen Verkehr sorgt. Anzeigen gab es und Beschwerden, auch sind schon Nägel auf der Straße entdeckt worden.

Jetzt könnte der Wunsch der Anwohner nach weniger Verkehr und mehr Ruhe Wirklichkeit werden. Eine Vollsperrung der Umleitungsstrecke steht im Raum, sagte die Ortsteilbürgermeisterin. Die Sperrung würde Gräfinau-Angstedt in zwei Hälften teilen. Wer in den Kindergarten, zur Apotheke oder zum Bäcker will, müsste über Gehren fahren. Das wären rund 15 Kilometer mehr als derzeit. Und würde die Nerven derjenigen strapazieren, die diese Strecke einmal oder mehrfach täglich fahren müssten. Noch bis August nächsten Jahres sollen die Bauarbeiten dauern.

Ist die Frage, wie das Problem bis dahin gelöst werden kann. Mit oder ohne Vollsperrung? Durch mehr Kontrollen der Polizei? Mit mehr Gelassenheit? Am Dienstag will der Ortschaftsrat ab 19.30 Uhr über das Thema Singer Straße diskutieren. Man hofft auf rege Beteiligung der Einwohner. Vorsorglich wurde die Veranstaltung vom kleinen Beratungsraum im Rathaus in den größeren Raum vom Wanderverein im Dorfgemeinschaftshaus verlegt.

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