Geras Locations: Sächsischer Bahnhof

Gebaut wurde er als Bahnhof um 1896, als solcher genutzt wurde er aber nur bis 1914. Danach war er Postamt, Handwerkerzentrum und ab 1993 leerstehend. Heute nun ist er einer der bekanntesten Live-Clubs der Stadt.

Nachtleben: Der Sächsischen Bahnhof in Gera

Nachtleben: Der Sächsischen Bahnhof in Gera

Foto: zgt

Gera. Der Sächsische Bahnhof in der Erfurtstraße in Gera – "links neben dem Südbahnhof", wie es auf der Website des Betreibers heißt – hat eine lange Geschichte.

"Erworben haben wir den Bahnhof 2005", erzählt der Geschäftsführer des Kunst- und Kulturvereins Sächsischer Bahnhof, Günter Stemmler. "Die erste Band, die bei uns spielte, war ,Increase’ aus Gera, das war im September 2005. Das erste öffentliche Konzert gab es dann 2006 mit der Band ,Verbrannte Erde.’" Besondere Highlights gebe es dabei für ihn nicht, erzählt er weiter: "Jedes Konzert ist schön. Positiv in Erinnerung geblieben sind mir etwa Auftritte der Bands ,Lacrimas’ oder ,Rabenschrei’."

Trotz Veranstaltungen wie dem Kabarettabend mit Karl Dall 2007, lag und liegt der Fokus des Sächsischen Bahnhofs auf der Live-Musik. Dabei wird vor allem auch dem Nachwuchs aus Gera eine Chance gegeben. Bereits zum fünften Mal findet dieses Jahr das Gerilja- Festival statt, auf dem, über zwei Tage verteilt, acht bis zwölf Nachwuchsbands die Chance gegeben wird, sich vor Publikum auf der Bühne zu präsentieren.

Auch die Ziele Stemmlers konzentrieren sich auf die Musik. "Wir wollen in Zukunft versuchen, den Bereich Live- Musikveranstaltung weiter auszubauen. Außerdem wollen wir die Möglichkeiten des Gebäudes und der Freifläche des Grundstücks besser nutzen", zählt er auf. "Wir wollen einen Beitrag zur Kulturszene in Gera leisten und den Geraern zeigen: Hier in der Stadt ist was los, wenn es auch vielleicht auf den ersten Blick nicht so offensichtlich ist."

Konkurrenzdenken kennt Stemmler dabei kaum. "Natürlich gibt es immer Konkurrenz, zum Beispiel mit dem Haus der Pioniere. Das liegt ja in der Natur der Sache. Aber eigentlich ist das vielmehr eine friedliche Koexistenz. Wir haben uns auf verschiedene Dinge beziehungsweise Musikrichtungen spezialisiert. Das trägt zur Vielfalt in Gera bei."

Checkliste

  • Genre: alles, von Pop Rock, über Jazz und Punk bis hin zu Metal
  • Publikum: Variiert und ist von der Art der Veranstaltung und Bekanntheit des Künstlers abhängig. Der Club bietet 350 Steh- und 120 Sitzplätze. Zudem gibt es eine Außenfläche für 1200 Menschen.
  • Feste Termine: Dieses Jahr findet das fünfte Gerilja-Festival am 11. und 12. Juni statt. Einen Freitag im Monat: Konzertreihe "Umsonst & Live".
  • Besonderheit: Club in dem überwiegend Live-Musik gespielt wird.

Sächsischer Bahnhof - Info und Programm

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