2. Thüringisch-Sächsisches Hähnekrähen in Braunichswalde

Braunichswalde  Am Sonntag treten am Feuerwehrhaus 79 Tiere von 59 Züchtern in drei Kategorien an

Samuel Jänsch mit einem Zwerg Orpington auf dem Arm. Sein Hahn, der am Wettkrähen teilnimmt, ein Zwerg Barnevelder, war zum Fototermin widerborstig. Neben dem 13-Jährigen sitzt seine Schwester Fiona. Sie züchtet Wachteln.

Samuel Jänsch mit einem Zwerg Orpington auf dem Arm. Sein Hahn, der am Wettkrähen teilnimmt, ein Zwerg Barnevelder, war zum Fototermin widerborstig. Neben dem 13-Jährigen sitzt seine Schwester Fiona. Sie züchtet Wachteln.

Foto: Ilona Berger

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Nur 18 Mal brachte vor zwei Jahren der Zwerg Barnevelder von Samuel Jänsch ein Kikikeriki heraus. „Es war zu warm und er hatte keine Lust.“ Am Sonntag sollen es mehr Rufe werden. Der ­13-Jährige versucht seinen Hahn, der manchmal widerborstig ist, gnädig zu stimmen. Er wird gedopt mit Möhren. Diese gerieben, mag der Zwerg Barnevelder besonders. „Kraftsportler nehmen vor einem Ausscheid viel Eiweiß zu sich, Hähne eben Gemüse“, sagt Peter Meyer. Der Vorsitzende des Rassegeflügelzuchtvereins Braunichswalde schickt einen Bielefelder Kennhahn ins Rennen, vier Kilo schwer.

In drei Kategorien wird beim 2. Thüringisch-Sächsischen Hähnekrähen gewertet: Große Hähne, Zwerghähne und Urzwerge. 59 Züchter unter anderem aus Neukrichen, Langenbernsdorf und Bad Köstritz mit 79 Tieren haben sich angemeldet. Juroren zählen morgen, ab 10.30 Uhr, eine halbe Stunde lang das Kikikeriki. Die Preisrichter, die sich von nichts ablenken lassen, sitzen vor den Käfigen und führen akribisch die Strichliste.

Beim ersten Wettbewerb gingen die Lokalmatadoren in zwei Klassen leer aus. Es siegten die Sachsen. Nur der damals 15-jährige Elias Martin schaffte es mit seinem Hahn der Rasse Maran aufs Podest.

Jetzt wollen die Braunichswalder angreifen, wenn ihre Hähne mitmachen. „Meiner war faul bei der ersten Auflage“, bemerkt Peter Meyer und schmunzelt. „Nur 31 Mal gekräht. Der Beste in der Kategorie Große Hähne waren mit 100 Rufen fleißiger.“

Mit dem Spaß-Wettbewerb will der Rassegeflügelzuchtverein des Ortes Besucher anlocken und Nachwuchs gewinnen wie eben Samuel. Auf einer Schau überredete er seinen Opa, der selbst züchtet, einen Zwerghahn zu kaufen. Drei Hennen kamen gleich dazu. Seit dem kümmert sich der Siebtklässler um die Tiere. Längst hat sich die Geflügel-Familie vergrößert. „Mein Hahn hat 18 Hühner und die legen gut, etwa 15 braune Eier am Tag“, erzählt Samuel. Der Experte klärt auf: „Hühner, die weiße Ohrläppchen haben, legen weiße Eier, jene mit andersfarbigen braune.“ Schwester Fiona gehört auch zur Züchterfamilie. Ihr haben es die Wachteln angetan.

Allerdings muss der Jungzüchter aufpassen. Lässt er die Tiere aus dem Stall, dauert es nicht lange und es kommt der Bussard und schnappt zu. Deshalb gibt der 13-Jährige gerade jetzt Obacht, dass vor dem Ausscheid nichts passiert. Der Greifvogel könnte ja das Siegertier holen.

Hähnekrähen

Veranstaltung am 26. Mai von 10 bis 14 Uhr am Feuerwehrhaus in Braunichswalde.

Hähne werden ab 10 Uhr eingesetzt.

Ab 10.30 Uhr werden die Rufe eine halbe Stunde lang von einer Jury gezählt.

Für Musik sorgt DJ Peter Grünig aus Ronneburg. Es spielen auch die Lanzleut.

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