„Alles Wasser oder was...“: Neue Ausstellung im Wasserkraftmuseum Ziegenrück

Ziegenrück  Spiegelungen haben Roswitha Höfer aus Kahla schon immer fasziniert

Roswitha Höfer aus Kahla steht ihr an ihrer „Teichgeister“-Trilogie. Bis zum 31. August läuft ihre Ausstellung noch im Wasserkraftmuseum von Ziegenrück.

Roswitha Höfer aus Kahla steht ihr an ihrer „Teichgeister“-Trilogie. Bis zum 31. August läuft ihre Ausstellung noch im Wasserkraftmuseum von Ziegenrück.

Foto: Uwe Lange

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >

Sie sagt von sich: „Fotografieren ist für mich ­sowohl eine Entdeckungsreise, als auch das Festhalten von ­Momenten, die ich nicht mit Worten beschreiben kann, die ich aber gerne mit anderen Menschen teilen möchte.“ Sie, das ist Roswitha Höfer aus Kahla, die sich als Motivfinder sieht und nicht als Fotografin – schließlich sei das ja ein Beruf, den man ­lernen kann und sie sei eben Autodidakt.

Auf eben diese Motivsuche geht sie nun seit ungefähr sieben Jahren mit einer durchaus handelsüblichen Digitalkamera, ohne große Zusatzausrüstung. Entstanden sind dabei auch die Aufnahmen, die sie seit Mittwoch im Wasserkraftmuseum in Ziegenrück präsentiert. Überschrieben ist diese Schau, die man bis 31. August hier in Augenschein nehmen kann, mit „Alles Wasser oder was...“.

Zeit sollte man sich schon nehmen für das Betrachten der Fotos von Roswitha Höfer und möglichst genauer hinschauen. Dann erschließen sich einem sozusagen auf den zweiten Blick die Motive im Motiv. Aus einem simplen Seeufer im Winter mit Schneeflecken zum Beispiel, das sich im Wasser spiegelt, wird das Bild mit dem Titel „Saale-Geister im Winter“. Nur, weil die Aufnahme um 90 Grad ­gedreht wurde und so in der Ausstellung hängt.

Spiegelungen haben es ihr überhaupt angetan – das betonte die Kahlaerin im Gespräch mit der OTZ. Und das stellt man als Betrachter auch ganz schnell fest, wenn man durch die Ausstellung geht. Als Beispiel führte sie ein so genanntes Pfützenbild der Leuchtenburg in Kahla an. Entstanden ist es auf dem „Gries“ in Kahla, mehrere Kilometer von der Burg entfernt, eben in einer Pfütze. Mehrmals sei sie an Ort und Stelle gewesen, bevor dieses Foto zustande kam. „Da müssen schon einige Dinge vorher stimmen. Es darf kein Laub auf den Bäumen sein. Es muss schönes Wetter sein. Es darf kein Wind gehen“,erinnerte sich die Künstlerin. Zweimal blickt man in der Ausstellung auf die Leuchtenburg: Einmal im Original auf dem Kopf stehend in der Pfütze und daneben hängt die Aufnahme um 180 Grad gedreht.

Inhalt 
ARTIKEL AUF EINER SEITE LESEN >
Zu den Kommentaren