Als Weigel aus Jena in die Reichspolitik eingriff

Jena  Vortrag im Haus im Sack über Erhard Weigel und sein Wirken am Reichstag

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Der legendäre Jenaer Universitäts-Gelehrte Erhard Weigel (1625-1699) steht erneut im Blickpunkt eines Vortrages, zu dem die Erhard-Weigel-Gesellschaft alle Interessenten in das Haus im Sack einlädt.

Diesmal geht es im Vortrag der Professorin Siegrid Westphal von der Universität Osnabrück um Weigel als Kalenderreformer. Er war nachweislich beim „Immerwährenden Reichstag“ in Regensburg, um sein Ziel einer Kalenderreform persönlich zu verfolgen.

Der Reichstag war seit der zweiten Hälfte des 17. Jahrhunderts Dreh- und Angelpunkt politischer Entscheidungen auf Reichsebene. Hier tagten die Gesandten der Reichsstände (Kurfürsten, Fürsten, Reichsstädte) unter Vorsitz des kaiserlichen Prinzipalkommissars, wo sie die Materien der Reichspolitik aushandelten. Wollte man ein bestimmtes politisches Anliegen verfolgen, so galt es, die Spielregeln dieser Institution zu beherrschen und entsprechend zu agieren. Das betraf nicht nur die Gesandten, sondern auch die Personen, Institutionen und Korporationen, die ihre Hoffnung auf den Reichstag setzten. Dazu zählte auch Weigel. Dieser Aspekt von Weigels Wirken wird im Zentrum des Vortrags stehen. Es ist bekannt, dass von ihm Schriften in Regensburg gedruckt wurden und er den Diskurs über die Kalenderreform mit bestimmte. Zudem sind Eingaben an den Reichstag von ihm überliefert. – Aus dem historischen Umfeld und den kommunikativen Praktiken am Reichstag soll in dem Vortrag rekonstruiert werden, wie Weigel vorgegangen sein muss und wie er sein Ziel letztlich erreicht hat. (red)

Vortrag über Erhard Weigel, Samstag, 6. April, 17 Uhr, Haus im Sack

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