Erfurt. Erneut wird an dem Einkaufszentrum im Erfurter Norden eine Mauer hochgezogen. Lieferungen für Geschäfte und die Blutspende werden kompliziert.

Gut neun Monate nach ihrem Abbau wird die Mauer hinter der Vilnius-Passage im Rieth neu errichtet. Am Donnerstagvormittag waren Arbeiter damit beschäftigt, die massiven Betonsteine von Lastwagen abzuladen und aufzutürmen.

Während derzeit noch ein schmaler Durchlass besteht, ist davon auszugehen, dass letztlich erneut die Verbindung zwischen der Vilniuser Straße im Norden und der Essener Straße im Süden gekappt wird. Die schmale Straße dient als Anlieferzone für die verschiedenen Geschäfte und das Blutspendezentrum in der Vilnius-Passage und ist eine beliebte Abkürzung zur Riethsporthalle und zum Gymnasium.

2022 zog sich der Streit wochenlang

Bereits im Mai 2022 hatte der Eigentümer der Straße, der Unternehmer Hubert Werner aus Leinefelde im Eichsfeld, die Straße mit Betonklötzen unpassierbar gemacht. Hintergrund war offenbar ein Nachbarschaftsstreit über Zufahrtsrechte zwischen Hubert Werner und dem Eigentümer der Vilnius-Passage Helmut Henze. Erst nach wochenlangem Streit vor Gericht wurde die Mauer nach einer einstweiligen Verfügung schließlich Anfang Juli entfernt.

Was Hubert Werner nun zum erneuten Mauerbau bewogen hat, ist offen. Der Unternehmer war für eine Stellungnahme am Donnerstag zunächst nicht erreichbar.