Erfurt. Die Umtauschregeln für Vier-Fahrten-Tickets in Erfurt benachteiligen Verbraucher, meinen die Experten – und drohen mit Klage.

Die Verbraucherzentrale Thüringen hat die Erfurter Verkehrsbetriebe (Evag) abgemahnt. Grund sind die geltenden Umtauschregeln für Vier-Fahrten-Karten, wie die Zentrale am Donnerstag mitteilte. Demnach können bei einer Preiserhöhung die alten Tickets nur dann gegen gültige getauscht werden, wenn keiner der vier Abschnitte entwertet wurde. Alle anderen Ticketarten können nach Ablauf noch drei Monate durch Zuzahlung in neue Tickets getauscht werden.

Die Verbraucherzentrale sieht darin eine Benachteiligung der Besitzer von Vier-Fahrten-Karten. Denn sie hätten weder die Möglichkeit des Umtauschs, noch die Chance, den Rest des Ticketpreises zurückzufordern. Die Abmahnung der Evag folgt einer ähnlichen Abmahnung des Verkehrsverbundes Mittelthüringen (VMT).

„Mit unserer Abmahnung sowohl gegen den VMT als auch gegen die Evag als eines seiner größten Verbandsmitglieder wollen wir geltendes Recht für die Verbraucherinnen und Verbraucher in Thüringen durchsetzen“, so Dirk Weinsheimer, Referatsleiter Rechtsdurchsetzung. Sollte die Evag keine Unterlassungserklärung abgeben, behalten sich die Verbraucherschützer eine Klage vor.