Wingerode. Nachdem es auch bei Wingerode im Eichsfeld verendete Kröten gibt, erhebt der Chef des Naturbundes Obereichsfeld schwere Vorwürfe.

Nachdem am Dienstag verletzte und tote Kröten im Bereich des Krötenschutzzaunes zwischen Reifenstein und Birkungen gefunden wurden, habe es am Freitag nun auch Wingerode getroffen, berichtet Johannes Hager, Vorsitzender des Naturschutzbunde (Nabu) Obereichsfeld.

Und er erhebt schwere Vorwürfe. „Nach dem Streuen von Düngegranulat, das sich in der Feuchtigkeit anlöste, verendeten die Erdkröten, die damit in Berührung kamen, qualvoll unter Krämpfen.“ Etwa 50 Prozent der eingesammelten Kröten seien auf diese Weise verendet. Eine Zahl nannte Hager allerdings nicht.

„Der Nabu hatte das Landwirtschaftsamt im Vorfeld mit einem Schreiben auf die bevorstehende Krötenwanderung hingewiesen und mitgeteilt, wo Krötenzäune errichtet würden. Der Nabu hatte das Landwirtschaftsamt gebeten, die Nachricht weiterzuleiten und die Landwirte während der nur zwei Wochen andauernden Krötenwanderung um Rücksicht zu bitten“, so Johannes Hager.

Und weiter: „Die zahlreichen ehrenamtlichen Helfer, die tagtäglich Hunderte von Köten über die stark befahrenen Straßen tragen, fühlten sich hierdurch regelrecht verhöhnt.“

Ein erster Verdacht zu verletzten und toten Kröten im Eichsfeld