Erfurt. Nach Heizung, Lohn und Lebensmitteln – wenn 2024 auch noch die Steuern steigen in der Gastronomie, seien viele Existenzen in Gefahr, fürchtet der Erfurter Hans-im-Glück-Chef.

Die Wirtschaft, insbesondere die Gastwirtschaft, schaut wieder optimistischer in die Zukunft. Die Lokale sind voll, die Ist-Situation ist gut, die Stimmung auch. Diese Kernaussage der IHK-Konjunkturumfrage wurde am Donnerstag bereits bei ihrer Bekanntgabe von düsteren Aussichten eingeholt und in Altpapier verwandelt: In das Pressegespräch platzte die Nachricht, dass in Berlin die Ampel-Regierung am Morgen abgelehnt hat, die Mehrwertsteuer im Gastronomiebereich bei 7 Prozent zu belassen und die Senkung zu entfristen. „Damit sind mehr als die Hälfte der Gaststätten in ihrer Existenz bedroht“, sagt Benjamin Steinbrenner. Der Inhaber von „Hans im Glück“ in Erfurt rechnet mit einer massenhaften Schließungswelle ab dem Jahr 2024.