London. Der britische Schauspieler bekam selbst schon eine Krebsdiagnose. Dass König Charles III. seine Erkrankung öffentlich machte, wertet er als gutes Signal.

Der Schauspieler Stephen Fry (66) hat den britischen König Charles III. dafür gelobt, seine Krebserkrankung öffentlich gemacht zu haben. Fry bekam selbst schon eine Krebsdiagnose und plädierte in einem Interview mit der BBC dafür, offener über die Erkrankung zu sprechen. Es sei ein bisschen wie mit Voldemort in den „Harry Potter“-Büchern, sagte Fry. Wenn man Angst habe, einen Begriff zu nennen, habe er eine größere Macht über einen. „Man muss das aus seinem System rauskriegen und sagen: Krebs. Und wir dürfen keine Angst davor haben.“

Das Königshaus hatte am Montag mitgeteilt, dass König Charles (75) wegen einer Krebserkrankung behandelt wird. Um welche Art von Krebs es sich handelt und wie weit fortgeschritten die Erkrankung ist, blieb privat. Bekannt ist nur, dass es sich nicht um Prostatakrebs handelt und Charles ambulant behandelt wird.

Er sei natürlich besorgt über Charles' Wohlergehen, sagte Fry. Nachdem Charles erst so kurz im Mittelpunkt gestanden habe, wäre es wirklich traurig, wenn er ernsthaft krank sei, denn Charles habe viel zu tun und wolle viel tun, was den Menschen und dem Land helfe.

Charles' Modernisierung der Monarchie schließe auch eine Offenheit über etwa so Persönliches und Unangenehmes wie Krebs ein, sagte Fry, der Prostatakrebs hatte. Gibt es etwas, was er im Nachhinein gerne vor seiner Diagnose gewusst hätte? „Ich wünschte, ich hätte gewusst, dass es so lange dauert, damit fertig zu werden.“ Er meine nicht allein die körperliche Erholung, sondern es brauche Zeit, bis man den Krebs hinter sich lassen könne. Auf die Frage, ob man das jemals könne, antwortete er: „Das ist die Frage.“