Koblenz. Es sollte ein lustiges Karnevalsfest werden und endete in einer Katastrophe. Nun ermittelt die Polizei, wie es dazu kommen konnte.

Die Besucher des Karnevalsumzugs in St. Goarshausen ahnten nicht, dass der Tag mit einer Tragödie enden würde: Ein 20-jähriger Mann ist am späten Samstagnachmittag unter einen fahrenden Karnevalswagen geraten und hat tödliche Verletzungen erlitten.

Die Ermittler müssen nun die Frage klären, wie es zu der Katastrophe kommen konnte. Der junge Mann aus dem Rhein-Lahn-Kreis erlag am Samstag im Krankenhaus seinen Verletzungen. Die Ermittlungen zum Unfallhergang dauern an. Die zahlreichen Zeugen des Vorfalls wurden am Samstag bei der Verbandsgemeinde von Seelsorgern betreut.

Unfall in der Nähe des Loreleyfelsens

„Wir sind in Gedanken bei dem Verunfallten und den Betroffenen und danken allen Rettungskräften, die im Einsatz sind“, teilte der Bürgermeister der Stadt am rechten Rheinufer, Nico Busch, am frühen Abend mit. Die Unfallstelle auf der Bundesstraße 42 blieb bis zur abschließenden polizeilichen Dokumentation gesperrt. Fußgänger könnten die Sperrung am Rhein entlang umgehen, Autos sollten die Sperrung umfahren, hatte es am Abend geheißen. St. Goarshausen liegt in der Nähe des berühmten Loreleyfelsens.

Der Karnevalsausklang in der Loreleyhalle wurde am Abend nach Angaben des Bürgermeisters zunächst abgebrochen, um zu verhindern, dass Personen aus der Halle die Rettungskräfte behindern. Kurz darauf sei die Veranstaltung aber reduziert fortgesetzt worden, hieß es.

Weiterer Unfall in Hessen

Auch in Hessen kam es am Samstag zu einem Unfall im Zusammenhang mit einem Karnevalsumzug. Auf dem Weg zu einem Umzug sind zwei Männer (50 und 31 Jahre) in Hünfelden im Landkreis Limburg-Weilburg von einem Fastnachtswagen gestürzt und schwer verletzt worden.