Auf Fahrt mit dem Floß „Saalfeld“

Jena  Die traditionelle Saalepartie der Salana Jenensis führte gestern von Jena nach Döbritschen

Zum 33. Mal sind Mitglieder der Studentenverbindung Salana Jenensis zur zweitägigen Fahrt auf der Saale gestartet. Sehr gemütlich war die Reise kurz vor der Wiesenbrücke.Fotos: Thomas Beier

Zum 33. Mal sind Mitglieder der Studentenverbindung Salana Jenensis zur zweitägigen Fahrt auf der Saale gestartet. Sehr gemütlich war die Reise kurz vor der Wiesenbrücke.Fotos: Thomas Beier

Foto: Thomas Beier

Die 35 Teilnehmer der Saalepartie können ihre Reise getrost als „Friday in Nature“ verbuchen. Denn ihre selbstgebauten Flöße bewegten sich nicht nur absolut klimaneutral auf der Saale. Hier wurden auch Abfallprodukte einer neuen Verwertung zugeführt: Wie bei dem Segelfloß „Saalfeld“, das Auftrieb durch alte Lkw-Reifenschläuche bekam.

Zum 33. Mal stach die Saalepartie der Studentenverbindung Salana Jenensis in See. Die Salana ist eine katholische Studentenvereinigung. Zu erkennen war das am Gebet vor der Abfahrt. Diakon Daniel Pomm hatte sich hierzu richtig in Schale geworfen. Er trug eine Stola, die mit einem Anker versehen war. Und dann wurde ein Lied angestimmt: „Um Gottes große Herrlichkeit in Demut zu vollenden.“ Insgesamt werden die Saaleflößer zwei Tage unterwegs sein. Gestern Abend sollte Döbritschen bei Camburg erreicht werden; heute geht es weiter nach Bad Kösen. Ziel ist die Rudelsburg, wo sich Studentenverbindungen der gleichnamigen Allianz jedes Jahr am Wochenende nach Pfingsten zum Rudelsburger ­Allianzkommers einfinden.

Die erste Saalefahrt der Salana fand am 20. Juni 1987 statt. Die Idee entstand nach dem Fund alter Abbildungen aus dem 19. und frühem 20. Jahrhundert, die Studenten in Kähnen zeigten. Die ersten Flöße wurden mit Materialien vom Sperrmüll gebaut. Bis heute ist es eine reine Spaß- und Erholungsfahrt, ohne jeglichen sportlichen Ehrgeiz. Schaulustige verfolgten das Spektakel auch gestern von den Brücken, wobei viel Zeit zum Schauen bleibt. Die Fließgeschwindigkeit der Saale lag bei gemütlichen 3 Kilometern pro Stunde.

Was heute anders als früher ist: Der Reisekomfort hat deutlich zugenommen. So wird heutzutage das Fässchen Bier nicht einfach aufs Floß geschnallt. Es wird auch ordentliche Kühlung sichergestellt. Auch Möglichkeiten zur Zubereitung einer warmen Mahlzeit waren in den Anfangsjahren noch nicht selbstverständlich. Für den On-Board-Grill wurde Grillholzkohle aus zertifizierter Waldwirtschaft verwendet.

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