Bad Frankenhausen will Landesgartenschau 2028 ausrichten

Bad Frankenhausen  Die Kurstadt hat einen Schritt in Richtung Landesgartenschau unternommen und stellt sich harter Konkurrenz aus allen Teilen Thüringens.

Im Quellgrund von Bad Frankenhausen treten die Elisabeth-Quelle und die zertifizierte Kyffhäuser-Quelle zutage.

Im Quellgrund von Bad Frankenhausen treten die Elisabeth-Quelle und die zertifizierte Kyffhäuser-Quelle zutage.

Foto: Sibylle Klepzig

In der Bewerbung um die Landesgartenschau 2028 hat die Kurstadt Bad Frankenhausen den ersten Schritt gemacht und ihre Willenserklärung in Gestalt eines formlosen Antrags abgegeben. „Unser Antrag beim Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft ist eingereicht. Am Dienstag wurde er nach Erfurt gebracht“, bestätigte Bürgermeister Matthias Strejc (SPD) am Mittwoch auf Nachfrage. Abgabeschluss für die Willenserklärung war der 31. Dezember.

Es ist ein großes Vorhaben für die kleine Kurstadt. Der Stadtrat hatte sich klar für die Bewerbung ausgesprochen. Bürgermeister und Stadträte sehen in der Landesgartenschau 2028 die große Chance für Bad Frankenhausen, dass „in diesem regional so wichtigen Bereich Thüringens unter umweltpolitischen und ökologischen Gesichtspunkten Lebensräume geschaffen, gesichert und gleichzeitig städtebauliche und strukturelle Defizite der Stadt und der angrenzenden Region aufgearbeitet“ werden, wie es in der Willenserklärung heißt.

Reichhaltige Geschichte und Kulturlandschaft

Dabei hoffen sie, mit der Geschichte der Kurstadt als mittelalterliche Salzstadt und Schauplatz des Bauernkrieges sowie der besonderen Kulturlandschaft der Kyffhäuserregion zu punkten: „Wir wollen mit der Durchführung der Landesgartenschau 2028 den Menschen die Schönheit und die Einzigartigkeit unserer Region offenbaren und näher bringen.“

Es ist die 6. Landesgartenschau und Bad Frankenhausen hat harte Konkurrenz: Die Kurstädte Bad Salzungen/Bad Liebenstein sowie Altenburg und Arnstadt haben ihre Bewerbung angekündigt, dazu gleich mehrere Gemeindeverbünde -- die drei Südthüringer Städte Suhl, Schleusingen und Zella-Mehlis wollen gemeinsam antreten, aus dem Landkreis Sömmerda die Orte Sömmerda/Buttstädt/Straußfurt/Rastenberg/Kindelbrück, im Landkreis Gotha streben Bad Tabarz/Waltershausen/Friedrichroda die Ausrichtung an und aus dem Orlatal die Orte Pößneck, Neustadt/Orla und Triptis.

Mehrere Außenstandorte geplant

Für die Erstellung der Willenserklärung und der Machbarkeitsstudie konnte Bad Frankenhausen das Büro Backhaus & Barnett Landschaftsarchitekten aus Rastenberg gewinnen, das die Kurstadt zusammen mit weiteren Partnern auf dem Weg zur Landesgartenschau 2028 begleiten wird. Bestandteil der Willenserklärung ist auch der „Lebendige Stadtkalender“, der vom 1. bis 24. Dezember „24 Kostbarkeiten im Advent“ präsentiert hatte, zu denen die Frankenhäuser ihre Wünsche und Ideen zur Entwicklung äußern konnten. Knapp 1800 Vorschläge wurden dafür unterbreitet.

Als mögliche Außenstandorte werden das Infocenter Geopark mit der Barbarossahöhle, das Kyffhäuser-Denkmal, die Königpfalz Tilleda und das Esperstedter Ried ins Gespräch gebracht.

Als zweiter Schritt im Bewerbungsverfahren sollen bis zum Sommer die Machbarkeitsstudie, eine Kostenschätzung und ein Finanzplan erstellt werden. Sie sind die Grundlage für die offizielle Bewerbung im Jahr 2021. Die Entscheidung über die Ausrichtung soll 2022 fallen.