Brunnenwasser für das eigene Planschbecken

Eisenberg  Verein nimmt Wasserproben

Die heißen Temperaturen verleiten viele Gartenbesitzer dazu, Planschbecken oder gar Pools mit eigenem Brunnenwasser zu befüllen. Doch ist das überhaupt dafür geeignet? Der Verein VSR-Gewässerschutz bot in Eisenberg Wasseruntersuchungen an und urteilt jetzt: „Erfreulicherweise haben wir festgestellt, dass 65 Prozent der Proben zum Befüllen eines Planschbeckens geeignet sind. Auf diese Weise können viele Brunnennutzer kostbares Leitungswasser sparen und mit den Trinkwasservorräten nachhaltig umgehen“, sagt Susanne Bareiß-Gülzow, Vorsitzende im VSR-Gewässerschutz.

Insgesamt seien 98 Wasserproben aus Brunnen im Raum Eisenberg, Jena und Schkölen untersucht worden, dabei traten auch Gesundheitsrisiken zutage. In etwa jedem dritten Brunnen seien bakteriologische Belastungen mit coliformen Keimen und E.Coli entdeckt worden, die durch Desinfektionsmittel nicht beseitigt werden konnten.

Die Bakterien könnten über defekte Abwasserrohre ins Grundwasser geraten sein. „Allerdings ist häufig gar nicht das Grundwasser mit Bakterien belastet, sondern die Bakterien dringen bei Starkregenfällen durch undichte Deckel oder Risse in den Brunnen ein. Daher raten wir den Brunnenbesitzern bei einer bakteriologischen Belastung erst mal zu überprüfen ob Regenwasser in den Brunnen gespült wird“, teilt der Verein mit. In einem Brunnen sei außerdem ein zu niedriger pH-Wert festgestellt worden. Das relativ saure Wasser ist zum Befüllen eines Pools oder Planschbeckens nicht geeignet.

VSR steht für „Verein zum Schutze des Rheins“. Inzwischen hat sich der Verein vergrößert, der Name blieb.