Dörffel, Leibniz und Einstein werben in Weida für die Wissenschaft

Weida  Und sie werben um finanzielle Unterstützung für das Projekt „Wissens-Schloss“ auf der Weidaer Osterburg. Zur „Nacht für kreative Geister“ sollte deshalb die Osterburg-Stiftung ins Gedächtnis gerufen werden.

Einstein (Robert Bankwitz), Leibniz (Peter Bussemer) und Dörffel (Jürgen Müller, von links) Foto: Marcel Hilbert

Einstein (Robert Bankwitz), Leibniz (Peter Bussemer) und Dörffel (Jürgen Müller, von links) Foto: Marcel Hilbert

Foto: zgt

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Die Wissenschaft machte es möglich: Via Zeitreise katapultierten sich die Wissenschaftler Georg Samuel Dörffel, Gottfried Wilhelm Leibniz und Albert Einstein am Donnerstag auf die Weidaer Osterburg. Nicht zufällig an diesem Tag, denn zur Sternschnuppennacht durch die Perseiden hatten die Forscher Wünsche an ihre Gäste: Sie wünschten sich Ideen für das Projekt „Wissens-Schloss“ und die finanzielle Unterstützung, das Konzept in die Tat umsetzen zu können.

So wie die Geraer Berufsakademie-Professoren Jürgen Müller und Peter Bussemer und der Weidaer Stadtrat Robert Bankwitz (SPD/ Grüne/ Pro Kommune) in ihren Rollen den Gästen zur „Nacht für kreative Geister“ wissenschaftliche Fakten unterhaltsam nahe brachten, so soll das künftig an dem außerschulischen Lernort im historischen Gemäuer passieren.

Im Neuen Schloss des Weidaer Wahrzeichens sollen Kinder und Jugendliche in Schülerlabors, in Ausstellungen und an Experimentierstationen für naturwissenschaftliche und technische Themen begeistert werden. Weil, wie Robert Bankwitz alias Albert Einstein betonte, wissenschaftlicher Fortschritt eben nicht im luftleeren Raum passiert. So wie auch Einstein und viele Wissenschaftler vor und nach ihm nur verstanden hätten, was große Geister zuvor schon wussten und dann eigene Ideen entwickelten. So soll auch das „Wissens-Schloss“ irgendwann zum Ort des Lernens von Grundlagen und des Erforschens von Neuem werden. Was es dazu neben Ideen aber auch braucht ist Geld, wie Bürgermeister Werner Beyer (parteilos) deutlich machte. Und dafür sollte die „Nacht für kreative Geister“ auch dienen. Speziell die 2007 gegründete Stiftung Osterburg zu Weida wurde ins Gedächtnis gerufen. 89 675 Euro liegen derzeit auf dem Stiftungskonto. „Wir brauchen Erbmasse“, formulierte Beyer den Spendenaufruf auf seine Art, betonte gleichzeitig mit Blick auf die sanierte Hülle des Neuen Schlosses, dass die Stadt selbst die ganzen Jahre nicht geschlafen habe.

Für Hauptamtsleiterin Bettina Gunkel jedenfalls ist klar, dass man für das Projekt weiter bohren werde, aber noch aktiver sein und größere Kreise ziehen müsse. Sie habe sich über jeden Gast gefreut, der der Einladung zur Veranstaltung gefolgt ist und habe auch nur positive Rückmeldungen erhalten.

Weitere Infos und Kontakt im Internet unter www.wissens-schloss.de

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