Ehemalige Hermsdorfer Lehrerin wird zur Autorin

Helga Dreher stellt ihren Roman "Das Torhaus" vor. Eine fiktive Geschichte mit reichlich Realitätsbezug.

Helga Dreher stellt in der Gemeindebibliothek ihren Roman "Das Torhaus" vor. Foto: Carola Frindert

Helga Dreher stellt in der Gemeindebibliothek ihren Roman "Das Torhaus" vor. Foto: Carola Frindert

Foto: zgt

Hermsdorf/Bad Klosterlausnitz. Sie habe einfach wissen wollen, ob sie in der Lage sei, einen Roman zu schreiben, Ambitionen für ein zweites Werk dieser Art verspüre sie nicht, erklärte Helga Dreher auf Anfrage eines Zuhörers ihre Motivation.

Letzte Woche stellte die Autorin aus Weimar in der Gemeinde- und Kurbibliothek Bad Klosterlausnitz ihren Roman "Das Torhaus" vor. Wie Gudrun Rothe, Leiterin der Einrichtung, zur Begrüßung sagte, geschehe die Buchvorstellung auf vielfachen Wunsch hiesiger Leserschaft, sei doch Helga Dreher in Hermsdorf und Umgebung vor allem als Lehrerin bekannt. 25 Jahre lang unterrichtete sie in der Holzlandstadt Englisch. Erfreut nahm die Romanautorin wahr, "dass so viele ehemalige Kollegen gekommen sind". Gut eine Stunde lang las und erzählte sie aus dem Buch, in dessen Mittelpunkt ein zwischen 1822 und 1824 vom Großherzoglichen Oberbaudirektor Clemens Wenzeslaus Coudray errichtetes Gebäude steht. Vom Verlauf der um die historische Architektur herum inszenierten Geschichte verriet Helga Dreher nicht viel. Sie wählte Textausschnitte, die verdeutlichen, was ihr wichtig ist. So die Verbundenheit zur Thüringer Heimat, die Würdigung des hiesigen Menschenschlages oder die Liebe zu England. Auch der Schulbetrieb, von dem sie nach eigenem Bekennen "nie ganz losgekommen ist", spielt eine Rolle.

Spannend war zu hören, wie das wahre Leben die erdachte Handlung einholte. So habe tatsächlich die Renovierung des stark verfallenen Hauses begonnen, habe es, so wie im Roman ein Feuer ausbricht, auf der Baustelle wirklich einen kleinen Brand gegeben und schließlich gab es eine Presseveröffentlichung, die einem fiktiven Zeitungsartikel im Buchtext sehr nahe kommt. Alles nach Fertigstellung und vor Herausgabe des Manuskriptes. Ein Zufall war es schließlich auch, dass die Eröffnung des Hauses mit dem Erscheinen des Romans zusammen fiel. Interessant war zu erfahren, dass nach der Veröffentlichung Menschen Kontakt suchten, deren Leben mit dem Torhaus und dem Häuserquartier drumherum verbunden ist. Die Projektion von historischen und aktuellen Fotos auf eine kleine Leinwand brachte schließlich dem Publikum den Ort der Handlung sehr nahe.

Mit signierten Büchern gingen die Besucher nach Hause. Eines wird die Stadtbibliothek Hermsdorf erhalten.

Zu den Kommentaren
Im Moment können keine Kommentare gesichtet werden. Da wir für Leserkommentare in unserem Internetauftritt juristisch verantwortlich sind und eine Moderation nur während unserer Dienstzeiten gewährleisten können, ist die Kommentarfunktion wochentags von 22:00 bis 08:00 Uhr und am Wochenende von 20:00 bis 10:00 Uhr ausgeschaltet.