Eisenacher Sommergewinn findet doch statt

Eisenach.  Der Eisenacher Sommergewinn wird doch stattfinden. Allerdings sind wegen der weiteren Ausbreitung des Corona-Virus weitreichende Änderungen geplant.

Ein Archivbild vom Umzug zum Sommergewinn.

Ein Archivbild vom Umzug zum Sommergewinn.

Foto: Candy Welz / dpa

Beim diesjährigen Sommergewinn in Eisenach ist ein Kompromiss gefunden worden. Das teilten am Donnerstag Eisenachs Oberbürgermeisterin Katja Wolf (Linke), Torsten Daut (Zunftmeister der Sommergewinnszunft Eisenach e.V.) und Albert Ritter (Präsident Deutscher Schaustellerbund) in einer gemeinsamen Erklärung mit. Allein im vergangenen Jahr kamen zudem 70.000 Besucher nach Eisenach, um zu erleben, wie Frau Sunna den Winter besiegt hat.

Festumzug zum Sommergewinn gestrichen

Aufgrund der Ausbreitung des Corona-Virus wird es keinen Festumzug geben. „Wir werden ein Volksfest feiern, welches den Empfehlungen des Robert Koch-Institutes gerecht wird“, erklärte Oberbürgermeisterin Wolf. Den Fackelumzug und das Feuerradrollen hoffen alle Beteiligten unter Beachtung möglicher Auflagen durchführen zu können. Anders verhält es sich mit den Kommersch-Abenden. „Wir werden die Auflagen, die angedeutet worden sind, beim Kommersch nicht erfüllen können“, so Torsten Daut. Die bereits in der Tourismus-Information gekauften Eintrittskarten können dort ab dem 16. März zurückgegeben werden. Der Kaufpreis wird in voller Höhe rückerstattet.

Eine endgültige Entscheidung wird die Sommergewinnszunft Donnerstagabend treffen. Ein Volksfest „in angemessenem Rahmen“ wird es dennoch geben. An allen drei Standorten – Spicke, Markt, Katharinenstraße – soll es jeweils den Rummel geben.

Eisenacher Sommergewinnszunft will Absage der Stadt rechtlich prüfen

Albert Ritter, Präsident des Deutschen Schaustellerverbandes, sagte die Unterstützung der Schausteller zu. „Wir werden die Hygienemaßnahmen verstärken, Desinfektionsmittel für die Hände mit Dispensern und gegebenenfalls zusätzliche Toiletten zur Verfügung stellen“, betonte Ritter. Ermöglicht werden soll auch das traditionelle Streitgespräch zwischen Frau Sunna und dem Winter. „ Wann und wo wird sich in den nächsten Wochen klären“, sagte Daut.

Änderungen möglich, falls Corona-Virus sich in Eisenach ausbreitet

Der Kompromiss beruht – so betonte Oberbürgermeisterin Katja Wolf – auf dem aktuellen Stand bei der Ausbreitung des Corona-Virus. Aktuell ist kein Verdachtsfall in der Stadt Eisenach und dem Wartburgkreis bekannt. Sollte sich daran etwas ändern, müsse die Situation neu bewertet werden. Sommergewinnszunft und Stadt werden sich Tag für Tag beraten.