Erste Mieterparkplätze mit E-Ladestation in Heiligenstadt

Heiligenstadt.  Kowo und Stadtwerke haben Pilotprojekt im Eichsfeld auf die Beine gestellt. Wohnhaus im Zentrum ist umfassend saniert.

Dirk Nehrkorn, Geschäftsführer der Stadtwerke, und Kowo-Geschäftsführer Thomas Simon auf dem Gelände der Wilhelmstraße 26 in Heiligenstadt. Als Pilotprojekt sind dort sieben Mieterparkplätze für eine E-Ladesäule vorbereitet.

Dirk Nehrkorn, Geschäftsführer der Stadtwerke, und Kowo-Geschäftsführer Thomas Simon auf dem Gelände der Wilhelmstraße 26 in Heiligenstadt. Als Pilotprojekt sind dort sieben Mieterparkplätze für eine E-Ladesäule vorbereitet.

Foto: Silvana Tismer

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In Heiligenstadt gibt es einen doppelten Grund zur Freude, und ein nächster Schritt in einer wichtigen Kooperation für die Kurstadt ist gemacht: Die Kowo Obereichsfeld und die Stadtwerke Heiligenstadt haben gemeinsam ein Wohnprojekt in der Innenstadt realisiert. Im früheren „Haus Mitte“, in der Wilhelmstraße 26, sind während einer umfangreichen Sanierung 20 modern ausgestattete, zentral gelegene Wohnungen mit Parkplatz direkt vor der Haustür entstanden.

„Jung und Alt werden gemeinsam in der Wilhelmstraße 26 wohnen“, sagt Kowo-Geschäftsführer Thomas Simon. Auf den insgesamt 1435 Quadratmetern haben seit Anfang Oktober die ersten neuen Mieterinnen und Mieter ihre Wohnungen bezogen. „Das Gebäude aus dem Jahr 1984 wurde von Grund auf erneuert.“ Alle vier Etagen seien jetzt bequem über einen Fahrstuhl zu erreichen. „Vier Wohnungen sind sogar komplett barrierefrei.“ Auch die Fassade ist einmal zum Parkplatz, aber auch zur Fußgängerzone hin erneuert worden. Auf der Rückseite gibt es nun auch moderne schicke Balkone.

Grüner wohnen in der Innenstadt

„Auch wenn keine der 20 Wohnungen wie die andere ist, haben alle eine Gemeinsamkeit: In ihnen wird man nicht nur schöner, sondern auch grüner wohnen – dank der umweltschonenden Beheizung mit Fernwärme von den Stadtwerken“, wirft Dirk Nehrkorn als Geschäftsführer der Stadtwerke ein. Da habe man gleich die nächste Besonderheit in der Versorgung der Kurstadt: Mehr als die Hälfte der Fernwärme im Heiligenstädter Innenstadtnetz erzeugen die Stadtwerke aus nachwachsenden Rohstoffen – klimaneutral. „Das ist ein ordentlicher Umweltbeitrag“, nickt Simon. Einem „Zählerableser“ brauchen die Mieterparteien künftig auch nicht mehr die Tür öffnen. Das Mehrfamilienhaus ist das erste Kowo-Gebäude mit intelligenter Messtechnik, dem sogenannten Smart Metering. „Es können alle Verbräuche per Funk abgelesen werden“, erklärt Nehrkorn.

Auch hinter dem Objekt hat sich einiges getan. Das alte, unkommod platzierte Trafohäuschen ist einem kleineren neuen gewichen. So gab es Platz für weitere Mieterparkplätze. Sieben davon sind für eine E-Ladesäule vorgerüstet. Zwei Ladesäulen stehen bereits. „Der Trend zum E-Auto steigt“, sagt Nehrkorn. Wenn ein Mieter sich für ein E-Auto entscheidet, kann er bei der Kowo direkt einen Parkplatz mit E-Ladesäule mieten. „Und er schließt einen Vertrag mit den Stadtwerken zum Stromverbrauch dafür.“ Das sei ein Pilotprojekt im Eichsfeld, hieß es. „Es ist nicht einmalig, aber selten“, so Simon und Nehrkorn. In Thüringen gebe es solche Projekte bislang nur in Städten wie Jena oder Erfurt.

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