„Es ist mit einem Totalverlust zu rechnen“: Weiter Rätselraten um Fischsterben in Bad Blankenburg

Bad Blankenburg  In Bad Blankenburg werden derzeit viele verendete Tiere gefunden. Die Ursache ist weiter unklar.

Es ist ein Bild des Jammers. Verendete Fische in der Rinne. Foto: Roberto Burian

Es ist ein Bild des Jammers. Verendete Fische in der Rinne. Foto: Roberto Burian

Foto: zgt

Bei einem Arbeitseinsatz der Angelfreunde des Fischereisportvereines Unteres Schwarzatal, Bad Blankenburg zur Gewinnung von Laichprodukten für die Aufzucht einheimischer Bachforellen wurde am vergangenen Samstag gegen 10.45 Uhr . Der Fischereiaufseher des Vereins, Randolf Hahn, kontrollierte die Ausmaße. Bachforellen aller Altersgruppen sowie die geschützten Kleinfischarten Westgropp, Elritze, Schmerle und Bachneunauge seien durch eine Einleitung von fischgiftigen Substanzen vernichtet worden. Zeit zu reagieren, hatten die Angler nicht.

Es ist mit einem Totalverlust zu rechnen

"Es ist mit einem Totalverlust an Fischen und Fischnährtieren in der Königseer Rinne von Watzdorf bis zur Mündung in die Schwarza zu rechnen", sagt Werner Schumann, Vorsitzender des Fischereisportvereins. Es wurden Wasserproben und verendete Bachforellen für Untersuchungen auf giftige Substanzen entnommen. Zur Feststellung und Aufnahme dieser Umweltstraftat erfolgte eine sofortige Information an die Polizei. "Unsere Angelfreunde erwarten eine exakte Analyse für das Fischsterben und das Ermitteln der Ursachen. Intakte Gewässer mit einem artenreichen Fischbestand gehören zusammen mit anderen Umweltfaktoren zum Gemeingut aller Menschen. Dafür setzen sich unsere Angelfreunde mit den Hege- und Pflegemaßnahmen an den Gewässern und der Aufzucht von Bachforellen seit dem Jahre 1968 ein", so Schumann. Man ziehe in der Blankenburger Forellenzuchtanlage ausschließlich die heimische Bachforelle groß, teilte er weiter mit und verwies darauf, dass sich der Fischbestand durch das Umsetzen aus den Aufzuchtbecken in die Schwarza in den vergangenen Jahren dauerhaft erhöht habe. In diesem Jahr werden die Angler keine Tiere mehr in den geschädigten Fluss einsetzen können.

"Da werden wir bis zum Frühjahr warten müssen", sagt Schumann. Ab März/April des kommenden Jahres plane man eine Neuansiedlung von Jungfischen. Allerdings hoffen die Experten, dass schnellstens die Ursache für das Fischsterben gefunden und der Verursacher bestraft wird, damit sich so etwas nicht noch einmal wiederholt.