Feuerwehren üben in Eliasbrunn den Ernstfall

Prall gefüllter Trainingstag in Eliasbrunn für die Wehren aus Tanna, Saalburg und Mühltroff. Ausbildung zum Thema "Technische Hilfe Lkw" fordert das ganze Können der Mitglieder der Wehren.

Feuerwehr Tanna übt Rettung nach einem Lkw-Unfall. Foto: Josephine-Anna Gutte

Feuerwehr Tanna übt Rettung nach einem Lkw-Unfall. Foto: Josephine-Anna Gutte

Foto: zgt

Eliasbrunn. Alltäglich ist diese Art von Rettung nicht. An diesem Vormittag sollte die Übungsgelegenheit in Zusammenarbeit von drei verschiedenen Wehren optimal genutzt werden. Die Firma "Straßen-, Tief- und Wasserbau GmbH" in Eliasbrunn stellte den Einsatzkräften für diese Übung einen ausrangierten Lkw zur Verfügung.

"Die Arbeiten an dieser Art von Fahrzeug kann man nicht mit der Rettung aus einem Pkw vergleichen. Materialstärke und Arbeitsweise unterscheiden sich stark. Aus diesem Grund sind wir dankbar, dieses seltene Übungsobjekt für eine praktische Ausbildung erhalten zu haben, somit können theoretische Kenntnisse umgesetzt und vertieft werden", betonte Andreas Woydt, Wehrleiter der Feuerwehr Tanna.

Im Vorfeld wurden wichtige Einsatzschritte besprochen, um somit gleichzeitig eine theoretische Voraussetzung zu schaffen. Rettungsgeräte der drei Wehren wurden aufgebaut und während des Einsatzes abwechselnd verwendet. Dabei galt es, zwei verunglückte Personen zu bergen, gleichzeitig musste das Fahrzeug gesichert werden. In verschiedenen Positionen führten die Einsatzkräfte die einzelnen Schritte aus. Vorerst wurde die Frontscheibe, anschließend das Glas in den Seitenfenstern auf einer erhöhten Basis entfernt. Der innere Retter hatte dabei unter anderem die Aufgabe, Verletzungen bei den betroffenen Personen festzustellen.

Die Feuerwehr Saalburg rettete eine der eingeklemmten Personen, dabei musste die rechte Tür mit Spezialwerkzeug aufgeschnitten werden. Die verletzte Person wurde mittels einer Trage zu einem Rettungsstützpunkt gebracht und durch Erstmaßnahmen versorgt.

Ein weiterer Verletzter war ebenfalls schwer eingeklemmt. Hier wurde ein großer Spreizer benötigt, um den Verletzten ­sicher zu befreien. Der Spreizer gehört zum hydraulischen Rettungssatz, der aus einem separaten Rettungs-Spreizer und einer Rettungsschere besteht, eventuell ergänzt durch einen oder mehrere Rettungszylinder sowie zusätzlichem Gerät oder einem Kombigerät, das die Funktion von Spreizer und Schere in sich vereint.

Laut Wehrleiter verlief die Einsatzübung erfolgreich, die Zusammenarbeit der drei Wehren habe an diesem Vormittag gestimmt: "Wir bemühen uns, Routine in diese Einsatzart zu bringen. Leider konnten einige Kameraden an der heutigen Ausbildung nicht teilnehmen, die unsere Jugendfeuerwehr am Vormittag aktiv bei dem Löschangriff in Neustadt/Orla unterstützten", so Andreas Woydt.

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