Fleißige Bienen produzieren Pößnecker Museumshonig

Pößneck  Im Außengelände des ­Pößnecker Museums leben zwei Bienenvölker, die seit ­Mitte März ihrem Tagwerk nachgehen: Honig für sich und die Besucher produzieren. Zwei Imker stellten sie vor.

Im Museum642 zeigt Imker Hartmut Jacob den Besuchern die Museumsbienen. Foto: Marcus Pfeiffer

Im Museum642 zeigt Imker Hartmut Jacob den Besuchern die Museumsbienen. Foto: Marcus Pfeiffer

Foto: zgt

Zum Pößnecker Stadtfest ließ sich so manch kleines Detail abseits der Bühnen und Stände entdecken. So konnte, wer aufmerksam auf dem Fußweg hinter dem Stadtmuseum spazierte, das Summen von Bienen hören. Seit dem Frühjahr sind zwei Imker, Gerd Lehmann und Hartmut Jacob vom Pößnecker Imkerverein, mit der Pflege der Bienen betraut. Das Projekt stellten sie am Sonntag samt Honig im Museumsgarten vor.

Bienenstöcke als Besuchermagnet

Die Idee zum Aufstellen der Kästen hatte Kulturamtsleiterin Julia Dünkel. „2014 kam der Gedanke auf, Bienen im Museum aufzustellen. Zum einen aus historischen Gründen, denn im ehemaligen Klostergarten der Karmeliter ist es leicht vorstellbar, dass die Mönche selbst auch Bienen besaßen, um ihre Speisen mit Honig süßen zu können. Zum anderen als zusätzlichen Besuchermagneten, um die Lebendigkeit des Museums zu unterstreichen“, berichtete sie.

„Die kleinen fleißigen Tiere sind jetzt verstärkt in Städten zu finden, junge Leute interessieren sich neuerdings für die Haltung von Bienen, auch in den Ballungsräumen,“ freut sich Gerd Lehmann über die steigende Beteiligung an seinem Hobby. Weg von den Monokulturen der Landwirtschaft hin zum vielfältigen Angebot in der Stadt, das ist die Beobachtung der Imker. Denn in den nahen Gärten finden die Bienen Obstgehölze, Blumen und natürlich auch die großen Linden auf der Oberen Grabenstraße vor. Aus den Lindenblüten besteht auch zum großen Teil der Honig, der nun angeboten wird. Auf Initiative von Museumsleiterin Antonie Lau ist der im Museumsgarten gewonnene Honig in der Stadtinformation erhältlich.

Der süße Nektar stammt von zwei jungen Bienenköniginnen und ihren Völkern, die erst dieses Jahr geboren wurden, eine von ihnen gar erst Mitte Juni. „Unsere Bienen fühlten sich in ihrer neuen Behausung so wohl, dass sie einer dritten Königin das Leben schenkten“, erzählt Hartmut Jacob. „Im Juni rief uns dann ein besorgter Anwohner an, dass ein Schwarm in einer Höhe von etwa 15 Metern in einer Linde säße“, ergänzte er. Dort sammelte sich die Hälfte eines Bienenvolkes mit der alten Königin und hielt nach einer neuen Behausung Ausschau. Hartmut Jacob beruhigte den Anwohner und ließ das dritte Bienenvolk weiterziehen.

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