Flying Eagles aus Großstöbnitz vor dem Abflug nach Orlando

Schmölln  Cheerleader aus Schmölln sind bereit für International UCA Championship in Orlando

Flying Eagles Großstöbnitz.

Flying Eagles Großstöbnitz.

Foto: Verein

Was vor knapp einem Jahr noch wie eine verrückte Idee klang, wird nun Wirklichkeit. Am 4. März fliegen die Flying Eagles aus Schmölln zur International UCA Championship nach Orlando. Dort messen sie sich mit den Besten der Besten in Sachen Cheerleading. Dass sich dieser Traum der Schmöllner erfüllt, hat mehrere Gründe. Zum einen ist dies der Spendenfreude vieler Menschen zu verdanken. Damit die Reise in die USA für alle der 17 Teilnehmer bezahlbar bleibt, sind rund 17.500 Euro nötig. Eine gewaltige Summe, die die Flying Eagles aber zusammenbekamen. „Wir haben nicht im Traum daran gedacht, dass uns das tatsächlich gelingt“, so Trainer Alexander Newald. Doch die Spendenbereitschaft war enorm. Auch die OTZ Schmölln gab Geld, damit die Eagles die Schmöllner Farben in Orlando vertreten. „All das spornt uns unheimlich an“, so Newald.

Vor allem aber gab das gesamte Team in den zurückliegenden Monaten beim Training so richtig Gas. Am vergangenen Sonntag lief die Generalprobe für jenes Programm, mit dem die Schmöllner bei den internationalen Meisterschaften punkten wollen. Newald ist sehr zufrieden. Fünf Mal hintereinander klappte alles fehlerfrei. Die Darbietungen füllen 2.30 Minuten. „Das klingt wenig, fühlt sich aber wie eine Ewigkeit an“, erläutert der Trainer. Denn was die Eagles in dieser kurzen Zeitspanne bieten, ist vor allem kraftraubend. Knotenwürfe und Pyramiden sind nur zwei von mehreren Figuren, die trotz ihrer Kompliziertheit sitzen müssen. „Wir werfen die Mädels beispielsweise in die Luft und sie müssen eine Vorwärtsschraube mit vertikaler sowie horizontaler Drehung ausführen“, erläutert der 28-Jährige einen Knotenwurf. Bei der Pyramide wiederum werden die Akteure, die mit Level sechs in der höchsten Klasse agieren, beim ersten Aufgang nicht nach oben gegeben, sondern geworfen – in einem Rückwärtssalto. Damit das und einiges mehr fehlerfrei gelingt, dafür haben die Freizeitsportler hart trainiert, zweimal in der Woche mehrere Stunden lang. In den vergangenen sechs Monaten wurde im Freitagstraining an den Feinheiten gefeilt, die Sonntagstreffen umfassten stets mindestens sechs, maximal zehn Trainingsstunden. „Da war man den Tränen oft näher als dem Lachen“, würdigt Newald das Durchhaltevermögen seines Teams. Vor allem, weil Blessuren nicht ausblieben. Doch alle hätten sich durchgebissen, Schmerzen ertragen oder trotz Erkältung trainiert. „Jetzt liegt dieses Tal hinter uns und das Team hat sich die zweiwöchige Trainingspause verdient.“

Was bis zum Abflug noch schiefgehen kann? „Das Verletzungspech kann uns immer noch heimsuchen. Aber aus sportlicher Sicht sind wir gut in Form und das Programm sitzt“, ist der Trainer stolz. Und auch aus finanzieller Sicht steht der geplanten Reise nichts mehr im Weg. Am Montag, 4. März, landen die Schmöllner nach rund elf Flugstunden in Orlando. Natürlich stehen in den USA Ausflüge, Ausfahrten und Entspannendes auf dem Programm. Doch in erster Linie wird trainiert, und das täglich. Die internationalen Meisterschaften finden am Samstag und Sonntag, 9. und 10. März, statt.

Welches Abschneiden sich Newald für sein Team ausrechnet? „Das ist ganz schwer einzuschätzen. Schließlich ist die Beteiligung international und die Teilnehmerliste des Wettkampfes kennen wir noch gar nicht“, so der Trainer. „Mein Wunsch ist es, dass wir im Mittelfeld landen. Ein fünfter Platz wäre beispielsweise sehr schön.“ Dabei ist er ganz realistisch: „Am Ende sind wir Freizeitcheerleader. Trotzdem“, so fügt er nicht ohne Stolz hinzu, „wir haben uns für Orlando qualifiziert. Das zählt.“

Die Leser der OTZ Schmölln gehen mit auf diese Reise. Die Flying Eagles berichten ab 4. März via Tagebuch über ihren Aufenthalt in Orlando, über Trainings- und Wettkampfgeschehen beim International UCA Championship.

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