Für viele eine Selbstverständlichkeit: der Pößnecker Adventsmarkt der Vereine

Pößneck  Pößnecker Vereine gestalten zum dritten Mal einen Adventsmarkt in der Innenstadt. Und er kommt an.

Der Pößnecker Adventsmarkt der Vereine lockte am Sonnabend und Sonntag zahlreiche Besucher an. Foto: Mario Keim

Der Pößnecker Adventsmarkt der Vereine lockte am Sonnabend und Sonntag zahlreiche Besucher an. Foto: Mario Keim

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Der Pößnecker Adventsmarkt der Vereine mit dem gestrigen verkaufsoffenen Sonntag ist bei Akteuren und Besuchern gut angenommen worden. Bei der dritten Auflage waren schon am Sonnabend mehr Gäste auf dem Marktplatz unterwegs als noch in den vergangenen beiden Jahren zur gleichen Zeit.

„Wenn ich daran denke, dass der Posaunenchor der Landeskirchlichen Gemeinschaft am Sonnabend des vergangenen Jahres vor fast leerem Marktplatz gespielt hatte, dann sah das doch dieses Mal schon viel freundlicher aus“, sagte Vereinsvorsitzender Alf-H. Borchardt vom Pößneck attraktiver e.V. Auch am eigenen Stand habe er schon am Sonnabend ein deutliches Umsatzplus beim Verkauf der Feuerzangenbowle registriert.

Mit Effekt: Adventsmarkt der Vereine

Kaffee, Kalender und Kerzenständer hatte der Verein ferner im Angebot und überraschte darüber hinaus mit beheizten Stehplätzen für die Gäste. Auf diese Weise hatten sich 20 Vereine – zwei mehr als im vergangenen Jahr – auf die Markplatzbesucher eingestellt und boten allerhand Überraschendes.

In vielen Fällen waren damit im Vorfeld Bastelnachmittage und -abende in den Vereinen eingeplant worden, wie beispielsweise in der AWO-Tagesstätte für physische kranke und seelisch behinderte Menschen. „Die Kissen haben wir im Nähkurs gefertigt. Für die Tombola gibt es Geschenke. Und wer will nicht gern gewinnen“, fragte beispielsweise Katharina Spindler vom Kulturkonsum Hütten und nannte die Teilnahme am Adventsmarkt längst eine „Selbstverständlichkeit“.

„Ja, man kann schon fast von einem kleinen Stadtfest sprechen“, sagte Mirco Melzer vom Feuerwehrverein. Der Stand mit der Eisenbahn, den der Feuerwehrverein betreute, ist aus dem Markttreiben in der Vorweihnachtszeit schon nicht mehr wegzudenken.

Gleich nebenan herrschte beim 1. Pößnecker Tischkegelverein dichtes Gedränge. Hier stellte Manfred Reuschel nicht nur sein Steckerspiel als Neuheit vor, er warb auch um die Teilnahme für das dritte Pößnecker Tischkegelturnier am 27. Februar des kommenden Jahres.

„Es geht in erster Linie darum, dass man Bekannte trifft, aber auch um die Möglichkeit, Vereine bei ihrer ehrenamtlichen Arbeit zu unterstützen. Deshalb geht man auf den Pößnecker Adventsmarkt, der somit seine Berechtigung hat“, sagte Matthias Creutzberg, Vorstandsmitglied des teilnehmenden Mittendrin Pößneck e.V.

Zufrieden zeigte sich ebenfalls Andreas Blümel von der Kolpingfamilie Pößneck. Mit Kerzen, Gestecken, Weihnachtskarten, Plätzchen, Glühwein und frisch gebackenen Waffeln erfreute der Verein. Insbesondere die Waffeln fanden ihre dankbaren Abnehmer.

Bühnendarbietungen sind fester Bestandteil

Zu den wiederkehrenden Angeboten gehörte der Streichelzoo der Volkssolidarität, während auf der Bühne Musikgruppen und Chöre ihr Können zeigten. Die Bühnendarbietungen sind fester Bestandteil des Konzeptes und damit unverzichtbarer Bestandteil des Markttreibens. „Es ist für uns eine Selbstverständlichkeit, hier mitzumachen, beteiligen wir uns doch an einer Vielzahl von städtischen Veranstaltungen“, sagte Thomas Leinhoß von der Faschingsgruppe Schleußenfrösche.

Traditionell für viele Besucher bei Festen in der Pößnecker Innenstadt ist der regelmäßige Bücherflohmarkt im Café Neubert. Hier waren an beiden Tagen viele Bücherfreunde anzutreffen. Betreut wird der Flohmarkt vom Bilke-Freundeskreis.

Der Gewerbeverband Pößneck, der den Adventsmarkt der Vereine ausdrücklich begrüßt, hätte sich den Markt indes eine Woche später gewünscht, bestünde doch in Thüringen am zweiten Adventswochenende ebenfalls die Möglichkeit eines verkaufsoffenen Sonntages. Den Monatsletzten als Zahltag für viele Menschen abzuwarten, hätte diesen Vorschlag reifen lassen, heißt es seitens der Pößnecker Händler.

Und etwas Musikalisches gab es obenauf – zum Abschluss eines besonderen Tages: Mit dem Adventsmarkt verbunden war gestern Abend das Konzert der Musikschule Saale-Orla in der Pößnecker Stadtkirche.

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