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Gutscheine zu Weihnachten verschenken: Das ist zu beachten

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Die besten Raclette-Grills // IMTEST

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Zu festlichen Anlässen mit Freunden und Familie steht das Raclette hoch im Kurs: Doch welches Gerät macht die Runde glücklich?

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Berlin.  Restaurantbesuche, Theater oder Konzerte sind als Geschenk in Corona-Zeiten riskant. Worauf kommt es beim Schenken von Gutscheinen an?

Die Suche nach den richtigen Weihnachtsgeschenken artet oftmals in Stress aus. Nur die wenigsten schaffen es wohl, über das Jahr hinweg schon Präsente für Familie und Freunde zu sammeln. In den Einkaufsstraßen könnte kurz vor Weihnachten selbst mit 2G-Regelung reges Gedränge herrschen, was das Einhalten von Abstand mitunter zu einem Ding der Unmöglichkeit macht.

Eine willkommene Lösung können Gutscheine sein, die man bequem online kaufen und ausdrucken oder direkt selbst basteln kann. Doch worauf kommt es beim Schenken von Gutscheinen an? Antworten auf die wichtigsten Fragen.

Gutscheine in Corona-Zeiten: Auf was sollte geachtet werden?

„Gutscheine sind eine gute Sache. Wichtig ist dabei nur, darauf zu achten, wie lange der Gutschein einlösbar ist“, sagt Iwona Husemann von der Verbraucherzentrale Nordrhein-Westfalen. „Wenn kein Datum auf dem Gutschein steht, bedeutet dies nicht, dass er automatisch unbegrenzt einlösbar ist“, warnt Husemann. In der Regel gilt dann die gesetzliche Verjährungsfrist von drei Jahren. „Innerhalb dieser Zeit muss man den Gutschein also einlösen – dies sollte aber auch trotz Corona möglich sein.“

Allerdings können termingebundene Gutscheine in Zeiten von Corona problematisch sein, sagt Husemann. Schließlich könne man nie sicher sein, ob die Veranstaltung auch wirklich stattfindet. Um Enttäuschungen zu vermeiden, rät die Psychologin Julia Scharnhorst: „Wenn Sie Gutscheine verschenken, wecken sie keine falschen Erwartungen.“

Corona: Welche Risiken gibt es bei Gutscheinen?

Wie viele Händler nicht durch die Corona-Krise kommen, ist fraglich. Es besteht also die Gefahr, dass man einen Gutschein kauft, mit einem Betrag in Vorleistung geht – und dann die Firma pleite geht. „Im schlimmste Fall ist der Gutschein nicht mehr einlösbar und das Geld weg“, erklärt die Verbraucherschützerin.

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Wie kann man das Problem umgehen?

Husemann rät, einen Gutschein selber zu basteln. „Am besten legt man einen konkreten Warenwert und Zweck fest“, empfiehlt sie. Statt nur ein paar Geldscheine zu verschenken, könnte man aufschreiben: Diesen Betrag darfst du in genau dem Geschäft ausgeben. Oder: Davon gehen wir – sofern es möglich ist – auf ein Konzert deines Lieblingssängers.

Der Vorteil eines selbstgestalteten Gutscheins liegt auf der Hand: „Dann ist das Geld nicht weg, wenn der Laden insolvent gehen sollte.“ Und man muss seinem Geld nicht nachrennen, falls das Event nicht stattfindet. Scharnhorst empfiehlt, einen solchen Gutschein besonders liebevoll zu basteln, um entsprechend Wertschätzung ausdrücken. Auf ein schmuckloses Blatt Papier sollte also besser verzichtet werden.

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Was gilt bei personalisierten Gutscheinen?

„Auch wenn der Name auf einem Gutschein steht, sind diese in der Regel nicht Personen gebunden“, erklärt Husemann. Gutscheine sind also übertragbar. Meist gilt der Grundsatz: Wer ihn hat, kann ihn einlösen.

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Ausnahmen bestehen nach Angaben der Verbraucherschützerin in der Regel nur bei großen Sportereignissen oder personalisierten Tickets. Diese dürfen häufig nicht weitergegeben werden.

(dpa/raer)