Höhler Biennale in Gera ist eröffnet – das Spiel mit dem Licht im Dunkel

Gera  Die 9. Höhler Biennale in Gera ist eröffnet. Bis 28. Juli lockt Installationskunst in die Gewölbe unter der Greizer Straße.

Gitta Heil, Kuratorin und Projektleiterin, eröffnet im Rathaussaal die Biennale.

Foto: Marcel Hilbert

Das Spiel mit dem Licht im Dunkel, mit Form und Format im beengten Raum, mit dem Inhalt, der den Bogen von der Unterwelt in die irdische Realität schlägt – seit Sonnabend lädt die 9. Geraer Höhler Biennale wieder zum außergewöhnlichen Kunst-Dialog in die historischen Höhlergewölbe unter der Stadt ein. Am Sonnabend wurde die Ausstellung im Beisein fast aller 19 Künstler aus dem In- und Ausland im voll besetzten Rathaussaal der Stadt eröffnet.

Bis 28. Juli können die eigens für die räumlichen Bedingungen der Höhler geschaffenen Kunstwerke unter dem Motto „Erd-Licht“ besichtigt werden. 42 Tage, in denen sich die Besucher anschauen können, wie sich die Künstler dem Motto annähern, sagte Projektleiterin und Kuratorin Gitta Heil vom Verein zur Erhaltung der Geraer Höhler. Dem Verein für seinen großen ehrenamtlichen Einsatz für das überregional strahlende Kunstereignis sprachen Oberbürgermeister Julian Vonarb (parteilos), Matthias Haupt von der Sparkassen-Kulturstiftung Hessen-Thüringen und der Schirmherr der Biennale, Wirtschaftsminister Wolfgang Tiefensee (SPD) anerkennende Worte des Dankes aus. Die Kultur sei das, was eine Stadt unverwechselbar und einzigartig macht, sagte Tiefensee und der OB hob die erhebliche touristische Wirkung der Biennale hervor. Er dankte all den Sponsoren und wünschte sich, das noch mehr als bisher auch die Geraer die besondere Ausstellung besuchen. Matthias Haupt kündigte im Sinne des langfristigen Engagements für die Biennale eine Fortsetzung der finanziellen Unterstützung durch die Stiftung und die örtliche Sparkasse an. Diesen Blick in die Zukunft und zur Jubiläumsausgabe in zwei Jahren versah Gitta Heil jedoch noch ein wenig mit Fragezeichen.

Zunächst hat nun die 9. Biennale begonnen. Jeweils mittwochs bis sonntags kann sie von 11 bis 18 Uhr in den Höhlern in der Greizer Straße 10 und 37 besichtigt werden. Karten für 7 Euro (ermäßigt 4 Euro) gibt es in der Gera Information am Markt und im temporären Kunstkaufhaus an der Ecke Große Kirchstraße/Greizer Straße.

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