In Langenwetzendorf werden Kinder für die Feuerwehr begeistert

Langenwetzendorf  In der Gemeinde Langenwetzendorf lernen Sechs- bis Zehnjährige die Feuerwehr und deren Ausrüstung spielerisch kennen. Jeden Mittwoch ist Training, an dem 19 Kinder aus der Kommune teilnehmen.

Kinderfeuerwehr der Gemeinde Langenwetzendorf: 19 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren kommen wöchentlich zusammen, üben sich in der Fahrzeugkunde, der Geschichte der Feuerwehr, Erste Hilfe oder auch Knotenkunde. Foto: Maike Scholz

Kinderfeuerwehr der Gemeinde Langenwetzendorf: 19 Kinder im Alter von sechs bis zehn Jahren kommen wöchentlich zusammen, üben sich in der Fahrzeugkunde, der Geschichte der Feuerwehr, Erste Hilfe oder auch Knotenkunde. Foto: Maike Scholz

Foto: zgt

„Wie viele Badewannen an Wasser passen wohl in ein Tanklöschfahrzeug?“, fragte Jugendwart Daniel Kraut kürzlich beim Training der Kinderfeuerwehr. 19 junge Nachwuchskräfte im Alter von sechs bis zehn Jahren sind jeden Mittwoch Feuer und Flamme.

Fahrzeugkunde, die Geschichte der Feuerwehr, Knotenkunde, Erste Hilfe oder auch Grundübungen mit Schläuchen: Die Kinder lernen die Feuerwehr spielerisch kennen und verinnerlichen so auch Abläufe. Die beiden Jugendwarte Daniel Kraut und Konrad Voigt sind stolz auf ihre „Rasselbande“. Auch, wenn es manchmal anstrengend sei, Inhalte kindgerecht zu vermitteln, so mache die Arbeit mit den Jüngsten doch auch sehr viel Spaß.

Etwas gemeinsam machen und Spaß haben

Jeden Mittwoch werden die Sechs- bis Zehnjährigen zum Beispiel aus Nitschareuth, Daßlitz, Neugernsdorf, Zoghaus und Langenwetzendorf zum Training abgeholt und danach auch wieder nach Hause gebracht. Wildetaube hat übrigens einen eigenen Jugendwart und eine Kinder- und Jugendwehr mit zehn Teilnehmern.

Bevor es losgeht, reihen sich die Nachwuchskräfte in ihren blauen Uniformen und mit ihren orangen Feuerwehrhelmen auf. „Was steht denn heute auf dem Dienstplan?“, fragte Kraut nach. „Fahrzeug- und Gerätekunde“ kam von den Kindern freudig und voller Erwartung zurück. Damit alle vom Training profitieren können, werden die Kinder meist in drei Gruppen aufgeteilt.

„Die Kids sollen die Wehren in der Gemeinde und die Ausrüstung kennenlernen“, erklärte Kraut. Meist treffe man sich in der Langenwetzendorfer oder Daßlitzer Wehr.

Nach und nach werden die Fahrzeuge angeschaut und die Ausrüstungsgegenstände vorgeführt. Wo sitzt eigentlich der Gruppenführer und wie kommuniziert er mit der Leitstelle? Wozu benötigt die Feuerwehr Müllbeutel und wie funktioniert die Sauerstoffflasche?

Kraut, Voigt und viele weitere fleißige Helfer der Wehr verstehen es, kindgerecht jede Frage zu beantworten. „Wenn die Augen der Kinder leuchten, dann ist es genau das Schöne, warum wir es machen“, verdeutlichte Kraut. Es sei toll zu sehen, wie wissbegierig die Kinder seien. „Und sie haben schon viele Kenntnisse über die Feuerwehr. Das ist erstaunlich“, lobte Daniel Kraut.

Dass die Jugendwarte ihre Aufgabe und ihr Ziel, die Kinder für die Feuerwehr zu begeistern, verstehen, bestätigen die Teilnehmer. Warum sie bei der Feuerwehr sind? „Weil man hier immer etwas erlebt“, schmunzelt einer der jungen Nachwuchskräfte. Ein Mädchen stimmt ihm zu: „Man kann hier etwas gemeinsam machen, lernen und Spaß haben“.

Für die Feuerwehr gibt es noch einen weiteren wichtigen Aspekt. Mit der Kinderwehr leisten sie die so wichtige Jugendarbeit: „Je früher wir die Kinder an uns binden können, desto höher die Chance, dass sie länger dabeibleiben“, erklärte Kraut. Heute gebe es viele Freizeitangebote für Kinder.

Deswegen müsse man sich etwas einfallen lassen, um die Jüngsten für die Feuerwehr zu begeistern. Dass dieses Vorhaben in der Gemeinde Langenwetzendorf gelingt, zeigt nicht nur das Interesse an der Kinderfeuerwehr, sondern auch die 19 Mitglieder starke Jugendwehr.

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