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Karneval: Warum fällt der Startschuss schon am 11.11.?

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Karneval 2022: Das passiert in den Karnevalshochburgen

Karneval 2022: Das passiert in den Karnevalshochburgen

Auch 2022 steht die fünfte Jahreszeit wieder im Schatten der Pandemie. Doch dieses Jahr kann vereinzelt wieder gefeiert werden. Diese Regelungen gelten für Feiernde in Köln, Mainz und Co.

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Berlin.  Pünktlich um 11.11 Uhr am 11. November beginnt die Karnevalssaison. Doch warum ist das eigentlich so? Wir erklären die Hintergründe.

  • Am 11. November um 11.11 Uhr beginnt in Deutschland der Karneval
  • Gefeiert wird dann vor allem in den Karnevalshochburgen am Rhein
  • Doch warum beginnt die Närrische Zeit ausgerechnet an diesem Termin?

Es ist die Zeit der Narren, der Kostümfeiern, der Umzüge und der Kamelle: Am beginnt traditionell die Karnevalszeit. Während in vielen Gegenden Deutschlands eher reserviert auf die bunten Feiern geguckt wird, beginnt vor allem in Städten wie Köln der Ausnahmezustand. Zwischen Prunksitzungen und öffentlicher, schnapsbefeuerter Enthemmung ist die „fünfte Jahreszeit“ für viele ein Höhepunkt im Jahr.

Karnevalszeit: Warum beginnt sie am 11.11. um 11.11 Uhr?

Diese Frage ist nicht eindeutig zu beantworten. Es gibt nur Vermutungen: Es ist eine Schnapszahl, eine Narrenzahl, wie man im Mittelalter gesagt hätte. Einer mehr als die zehn Finger und einer weniger als die zwölf Apostel. Nichts Halbes und nichts Ganzes eben.

Ursprünglich galt eigentlich der 6. Januar, also Heilige Drei Könige, als Beginn der Karnevalszeit.

  • Das führt zu Erklärung Nummer eins für den 11.11.: Denn dem 6. Januar ging einst eine weitere Fastenzeit voraus, die am 11.11. begann.
  • Erklärung Nummer zwei: Der 11.11. war für die Bauern das Ende ihres Wirtschaftsjahres. Einerseits wurde die Pacht fällig, andererseits war die Ernte nun endgültig eingefahren, zum Teil schon weiterverarbeitet. Und der Wein war so weit gereift, dass man ihn trinken konnte.
  • Erklärung Nummer drei: Die Position der Zahl „11“ zwischen den im christlichen Glauben bedeutsamen Zahlen „10“ (Zahl der Gebote) und „12“ (Zahl der Apostel). Die „11“ steht profan in der Mitte, will sich sozusagen keiner der beiden Normen zuordnen lassen. Passend also für den närrischen Zweck.

Die Karnevalssaison 2021/22 dauert bis zum 1. März 2022.

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Und die wollen vorbereitet sein. Dazu gehört beim Karneval auch das Vokabular, das sich allerdings von Region zu Region unterscheiden kann. Im Rheinland sollte man sich unter anderem auf diese Begriffe gefasst machen:

  • Bützchen: ein Küsschen mit geschlossenen Lippen
  • Dreigestirn: besteht aus Prinz, Bauer und Jungfrau, den offiziellen Regenten des Narrenvolks
  • Hoppeditz: wird in Düsseldorf am 11.11. zum Leben erweckt und hält aus einem Senftopf heraus die Eröffnungsrede zur neuen Session, wird am Aschermittwoch eingeäschert
  • Kamelle: die Leckereien, die von den Umzugswagen herabregnen
  • Nubbel: die Kölner Antwort auf den Hoppeditz, wird am Karnevalsdienstag verbrannt, um die Jecken von ihren Sünden zu befreien
  • Session: So nennt man die Karnevalszeit, abgeleitet vom lateinischen sessio – das bedeutet Sitzung, Sitzungsperiode.
  • Strüßjer: kleine Blumensträuße, die beim Umzug geworfen werden – im Austausch für ein Bützchen
  • Zoch: gemeint ist natürlich der Rosenmontagsumzug

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(dpa/fmg)