Kollektives Ausrasten: Tausende feiern in Katharinenberg im Rausch der Blasmusik

Alexander Volkmann
| Lesedauer: 2 Minuten
Die Fäaschtbänkler sorgten am Freitagabend auf dem Gaiberg für Stimmung.

Die Fäaschtbänkler sorgten am Freitagabend auf dem Gaiberg für Stimmung.

Foto: Alexander Volkmann

Katharinenberg.  Veranstalter Christian Mehler spricht von einer gelungenen Premiere. Das Biergartenfestival wird nicht die letzte Megaparty für Blasmusik und Volksrock im Südeichsfeld sein.

Tausende feiern gerade ein Wochenende lang auf dem Gaiberg bei Katharinenberg zu Blasmusik und Volksrock. Das riesige Staraufgebot lockt noch bis Sonntag Fans und Partyverrückte aus allen Himmelsrichtungen ins Südeichsfeld. Und schon jetzt steht fest: Das Biergartenfestival soll sich in der Region etablieren – als eine der größten Musikveranstaltungen der Szene in Mitteldeutschland.

Die Stimmung kochte, als DJ Ötzi am Freitagabend mit seiner Band auf die Bühne kam. Mit Hits wie „A Mann für Amore“, „7 Sünden“ und „Ein Stern“ hatte er das textsichere Publikum voll auf seiner Seite.

Vorgelegt hatten namhafte Bands und Blasmusik-Gruppen wie Viera Blech, Voxxclub und die Fäaschtbänkler. Die Musiker und Entertainer aus der Schweiz brachten die Massen am Abend bis zum kollektiven Ausrasten mit ihrem Mix aus Blasmusik, House-, Pop- und Elektrosound.

Gastgeber Christian Mehler sagt: „Das ist ein Festival für die ganze Familie, hier stehen Jung und Alt gemeinsam vor der Bühne.“ Der 36-jährige Diedorfer fand sich in Personalunion als Festivalleiter, Moderator und Sänger der Polkabeatz wieder. Die populäre Band aus dem Südeichsfeld sorgte in den kurzen Umbaupausen für Mega-Stimmung.

Mehr als 250 Einzelkünstler der Bühne

Gefeiert wird seit Donnerstag. Die ersten Besucher hatten am Nachmittag schon ihr Lager auf dem Campingplatz aufgebaut. Sie kommen aus Österreich, den Niederlanden und weiten Teilen Deutschlands. Henning Rudolf aus Sangerhausen wollte mit seiner Truppe dieses Jahr eigentlich zum in der Szene legendären „Woodstock der Blasmusik“ im Oberösterreichischen. Schließlich entschieden sie sich für das Südeichsfeld und wurden nicht enttäuscht. „Die Stimmung ist einmalig, viel familiärer und man muss nicht um einen Platz in der ersten Reihe drängeln“, sagt der junge Mann.

Die meisten Besucher kommen vor allem aus Nord- und Westthüringen und dem Hessischen.

Mit dem Biergartenfestival setzt Organisator Christian Mehler Maßstäbe – mit über 40 Bands und Gruppen mit zusammen 250 Einzelkünstlern und einem gut durchdachten Gesamtkonzept. Darin sind sich viele Gäste einig. Vieles wurde mit Unterstützung der Gemeinde und dem Landkreis möglich.

Mehler sagt: „Wir wollen hier etwas schaffen, das über die Jahre hinweg Bestand hat und die Region noch bekannter macht.“ Er freut sich über die gelungene Premiere. „Die Leute haben wahnsinnig viel Spaß. Das ist für uns das Wichtigste.“