Kreis Nordhausen: Wirtschaftsbeirat tagt erstmals virtuell

Nordhausen.  Eine Erkenntnis aus der Corona-Pandemie: Homeoffice und mobiles Arbeiten sind verstärkt im Fokus von Wirtschaft und Politik angekommen.

Christian Böduel ist seit Januar 2021 der Leiter des regionalen Service-Centers der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Nordhausen.

Christian Böduel ist seit Januar 2021 der Leiter des regionalen Service-Centers der Industrie- und Handelskammer (IHK) in Nordhausen.

Foto: Hans-Peter Blum

Erstmals tagte der Wirtschaftsbeirat des Landkreises Nordhausen virtuell. Beiratschefin Carina Schmidt-Pförtner leitete die Sitzung des Gremiums. „Wir waren mit der Resonanz in Qualität und Quantität sehr zufrieden“, blickt Christian Böduel, Chef der regionalen Industrie- und Handelskammer (IHK), zurück. Obgleich er zugab, dass es noch einige technische Probleme auszumerzen gilt.

Auf der Agenda standen verschiedene Themen. Über Qualifizierungsmöglichkeiten referierte Holger Brandner, Berufsberater der Nordhäuser Arbeitsagentur. Jörn Fröbel von der IHK erklärte, inwieweit die Überbrückungshilfe III als nachgebessertes Instrument zur Unterstützung der krisengebeutelten Wirtschaft hilfreich sein kann. Einen kurzen Einblick in die Förder- und Antragsbedingungen der Finanzierungsprogramme der Thüringer Aufbaubank gab Kathrin Stracke-Wagner, Kundenbetreuerin für Nordthüringen.

Abschließend wurde die Eichsfelder Projektidee Coworking vorgestellt. Waren bisherige Ansätze in diesem Bereich auf Start-ups und Netzwerke ausgerichtet, haben die verschiedenen Lockdowns und Hygienekonzepte jetzt zu einer Verschiebung und Erweiterung des Anwenderkreises geführt. „Die Begriffe Homeoffice oder mobiles Arbeiten sind in der Corona-Pandemie und den damit einhergehenden Einschränkungen verstärkt im Fokus von Wirtschaft und Politik angekommen,“ erklärten Elena Lopez und Claudio Garcia den Nutzen für die Region. „Letztlich bleibt abzuwarten, wie es mit dem spannenden Projekt weitergeht“, meint Christian Böduel.