„Leben kann man davon nicht“: Aumaer befüllt Kaugummi-Automaten an 200 Standorten

Auma  Das Geschäft mit Kaugummis, Schmuck oder auch Spielzeug aus den Automaten geht zurück. Der Aumaer Armin Heuschkel befüllt Geräte an 200 Standorten.

Kaugummi-Automat in Zeulenroda-Triebes Foto: Maike Scholz

Kaugummi-Automat in Zeulenroda-Triebes Foto: Maike Scholz

Foto: zgt

Sein Lager gleicht einem Paradies aus Süßigkeiten und Spielwaren. Armin Heuschkel aus Auma besitzt rund 200 Automaten zwischen Chemnitz und Hof. Kaugummis, Schmuck, Spielzeug: „Ich habe eigentlich alles“, schmunzelt er.

Täglich fährt er mit seinem Moped zu den unterschiedlichen Standorten, kontrolliert die Automaten, tauscht aus oder füllt nach. „Ein mühsames Geschäft“, meint der 57-Jährige. Vor allem deswegen, weil das einst beliebte Spiel für Kinder schon längst kein Kinderspiel mehr ist.

Münze aus dem Portemonnaie kramen, in den Münzschlitz stecken und den Knopf drehen: Heraus kullert der Kaugummi. Die Einfachheit, die vor allem Kinder begeistert, hat fast ausgedient. „Ich habe seit 1991 die Automaten. Wenn ich diese warte, dann kommen schon mal Kinder dazu und sie strahlen über das ganze Gesicht, wenn ich ihnen einen Kaugummi gebe“, erzählt Heuschkel.

Doch mit der Einführung des Euros sei es schwer geworden. Die Automaten stellte er auf die neuen Münzen um. „Dann ging erst gar nichts mehr. Jetzt hat es sich einigermaßen reguliert“, meint der Aumaer. In Auma hat er fünf Automaten. Wenn er im Jahr daraus 20 Euro erwirtschafte, sei das viel. Seine derzeit stärksten Einnahmequellen hängen in Gera und Hof (je 30 Automaten). Aber auch in Zeulenroda, Pößneck und Saalfeld sind seine hängenden Automaten zu finden. Noch, denn zwischen Kaugummis, Armbändern und Flummis ist dem Rentner auch klar: „Leben kann man davon nicht.“