Milda: Kneipp-Zwerge feiern 15-Jähriges

Milda  Zur Festwoche gibt es viele Attraktionen – die größte ist der Umzug der Krippenzwerge in neue Räume

Draußen schmeckt es noch besser. Wenn es das Wetter erlaubt, essen die Kneippzwerge in Milda im Garten. Gestern wurden anschließend dann zum ersten Mal in diesem Jahr auch die Liegen für den Mittagsschlaf in den Garten geräumt. Das gehört zum Kneipp-Konzept der Einrichtung.

Draußen schmeckt es noch besser. Wenn es das Wetter erlaubt, essen die Kneippzwerge in Milda im Garten. Gestern wurden anschließend dann zum ersten Mal in diesem Jahr auch die Liegen für den Mittagsschlaf in den Garten geräumt. Das gehört zum Kneipp-Konzept der Einrichtung.

Foto: Angelika Schimmel

Gestern war ein besonderer Tag für die Kneippzwerge in Milda. Zum ersten Mal in diesem Jahr haben sie draußen Mittag gegessen – und noch besser – sie durften auch ihren Mittagsschlaf im Garten halten.

Für die Erzieherinnen bedeutete das zwar, dass sie an die 40 Liegen und Bettzeug aus den Gruppenräumen nach draußen schaffen mussten, aber die Kinder halfen dabei fleißig. Denn unter Bäumen bei Vogelgezwitscher einzuschlafen, das finden Eva, Eyck, Willi, Leonie und die Anderen super. „Das Einschlafen ist für die meisten auch gar kein Problem, und für die Großen, die sowieso nicht zum Schlafen gezwungen werden können, ist das Ausruhen auch nicht so langweilig wie im Zimmer“, erklärt Kati Güther, die Chefin des Kindergartens. Außerdem sind die Kneippzwerge das Draußenschlafen gewohnt, denn es gehört zum Kneipp-Konzept. Und das wird in Milda seit nunmehr 15 Jahren erfolgreich praktiziert.

„Wir waren damals der erste Kneipp-Kindergarten in der ganzen Region“, erinnert sich Kati Güther. „Und wir haben unser damals errungenes Zertifikat als Kneipp-Kindergarten all die Jahre erfolgreich verteidigt.“ Der wöchentliche Saunagang, das Wassertreten im Kneippbecken vor dem Kindergarten – das natürlich auch alle anderen Dorfbewohner zum Wassertreten einlädt – und der Aufenthalt im Freien wann immer es geht, gehören für die Mädchen und Jungen zum Kindergartenalltag. Schon die Dreijährigen dürfen mit in die Schwitzkabine, und für das Thema gesunde Ernährung sind auch sie nicht zu klein. Selbermachen wird auch beim täglichen Frühstücksbüfett im Mildaer Kindergarten groß geschrieben: Petersilie und Basilikum für den selbst angerührten Frühstücksquark wachsen im eigenen Kräutergarten oder werden vom Spaziergang durch die Wiesen hinterm Dorf mitgebracht.

Anfangs habe mancher Erwachsene das Projekt Kneipp-Kindergarten skeptisch beäugt, weiß Kati Güther, doch die Begeisterung der Kinder, ihre stabile Gesundheit und die wachsende Nachfrage nach Plätzen bei den Kneippzwergen bestätigen das Team mit seinem Konzept.

Die 55 Plätze im Kindergarten sind belegt, es gebe eine lange Anmeldeliste.

Deshalb hat auch die Gemeinde sich stark gemacht für eine Erweiterung der Einrichtung. Und das ist der zweite Grund für die Festwoche, die am Montag beginnt: Gefeiert wird die Fertigstellung des Anbaus und der Umzug der Krippen-Knirpse ins alte Mildaer Pfarrhaus. Das lange leer stehende Gebäude wurde im letzten Jahr für rund 900 000 Euro aufwendig saniert und wird nun das neue Domizil der Jüngsten. „Mit den freiwerdenden Räumen im alten Haus bekommen auch die Größeren mehr Platz, etwa für einen Kreativraum und eine Bibliothek, die sie künftig selbstständig nutzen können“, erzählt Güther.

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