Mit österreichischer Küche die Gaumen in Caaschwitz verwöhnen

Caaschwitz  Kaiserschmarren, Käsespätzle und Wiener Schnitzel haben es Kati Kitzbichler angetan. Seit sie ihren Mann in Österreich kennenlernte, ist ihr die dortige Küche ans Herz gewachsen, die sie in Caaschwitz auftischt.

Kati und Thomas Kitzbichler haben am Sportplatz ein Lokal eröffnet. Foto: Christine Schimmel

Kati und Thomas Kitzbichler haben am Sportplatz ein Lokal eröffnet. Foto: Christine Schimmel

Foto: zgt

Die gebürtige Caaschwitzerin hat bei Freunden, Nachbarn und der Familie ihres Mannes die Kunst von Tiroler Gröstl und Frittatensuppe von der Pike auf gelernt und sie mit in ihre Heimat gebracht.

Seit April können Caaschwitzer, Bad Köstritzer und Gäste aus der Region im Landcafé Kitzbichler in den Genuss ihrer Koch- und Backkünste kommen. Im früheren Vereinshaus direkt am Sportplatz haben sie ein Lokal eröffnet, das neben den Gerichten aus Österreich auch Deutsche Kost vorhält. „Ich koche alles frisch. Bei mir kommt nichts aus der Mikrowelle“, sagt die Wirtin.

Die gelernte Verkäuferin hat schon immer gern gekocht. Als nach und nach ihre fünf Kinder zur Welt kamen, wurde die Familie immer größer und immer mehr Mäuler waren zu stopfen. „Überhaupt ist unsere Familie ziemlich groß, bei Feiern sind wir nie unter 30 Personen“, berichtet sie. Mit der Vorbereitung größerer Gerichte hat sie also Erfahrung. Und da sie während ihrer fünf Jahre in Österreich auch im Gasthaus von Freunden ausgeholfen hat, kam ihr in den Sinn, irgendwann ein eigenes Lokal zu eröffnen.

Mit der Rückkehr nach Caaschwitz, ins Haus ihrer Eltern, wurde auch die Idee geboren, das größtenteils ungenutzte Vereinshaus zu pachten. „Wir haben lange um das Haus gekämpft. Aber am Ende hat der Gemeinderat einer vorerst zweijährigen Pacht zugestimmt“, erzählt ihr Mann Thomas Kitzbichler, der als CNC-Fräser in Gera arbeitet, und berichtet vom straffen Umbau des Gebäudes in nur sechs Wochen. Dabei sind eine neue Terrasse und eine Theke entstanden, Küche und Sanitäranlagen neu ausgestattet und der Gastraum aufgehübscht worden. Jetzt können sie rund 40 Plätze plus Terrassenbestuhlung anbieten, öffnen gern auch für private Feiern.

„Wir wünschen uns, dass die Vereine wie die Sportler, der Frauenverein oder die DRK-Blutspende hier weiterhin ihre Treffen abhalten. Das Haus soll ein Dorftreffpunkt bleiben“, sagt die Wirtin, die sich nach 20 Jahren als Mutter von fünf Kindern mit dem Café einen Traum erfüllt hat. Sie hofft, dass Dorfbewohner und Gäste aus der Umgebung bei ihr einkehren. Stammgäste kommen zum Beispiel aus Gera und Weida regelmäßig zum Schlemmen. Da das Landcafé auch über den Thüringen- und den Elsterradweg gut zu erreichen ist, steht es auch Radlern und Wanderern als Ausflugsgaststätte zur Verfügung.