Neustadt: Kinder aus dem Ortsteil Strößwitz kennen schon die Baumarten

Neustadt  Zu den gestrigen Waldjugendspiele stellten über 100 Kinder ihr Waldwissen unter Beweis – und beeindruckten damit auch hohen Besuch aus Thüringer Ministerien und dem ThüringenForst

Staatssekretär Klaus Sühl an der Slack-Line mit den Kindern aus der Hummelshainer Kindereinrichtung Foto: Brit Wollschläger

Foto: zgt

Einen lustigen und spannenden Waldtag erlebten gestern über 100 Kinder aus neun Kindergärten aus Neustadt und Umgebung bei den Waldjugendspielen.

Anfang Juni mussten sie wegen Dauerregens kurzfristig abgesagt werden, gestern früh war aber das Wetter perfekt. Und so hatten die Mitarbeiter des Neustädter Forstamtes sowie Revierförster der Region acht Stationen für einen Wald-Parcours vorbereitet.

Mit großem Wissen über die Baumarten beeindruckten zum Beispiel die Mädchen und Jungen des Kindergartens "Räuberhöhle" aus dem Neustädter Ortsteil Strößwitz. Sie konnten sehr sicher die wichtigsten Laub- und Nadelbäume an ihren Blättern und Nadeln erkennen. Dass die Knirpse jede Woche einen Waldtag haben und von ihren Erzieherinnen sehr viel Wald-Wissen vermittelt bekommen, zahlte sich hier in Punkten aus.

Den Kindern Wissen um die Bedeutung des Waldes als Lebensgrundlage zu vermitteln, ist eines der Ziele dieser Waldjugendspiele, die seit 1993 in Thüringen für rund 154 000 Kinder aus Kindergärten und Schulen stattfindet. Gemeinsam in der Organisation tätig sind mit ThüringenForst die Schutzgemeinschaft Deutscher Wald und Thüringer Ministerien. So überzeugte sich gestern der Staatssekretär des Thüringer Ministerium für Infrastruktur und Landwirtschaft, Klaus Sühl, davon, wie kompetent diese Waldjugendspiele veranstaltet werden und wie wichtig sie für diese junge Generation sind.

"Es macht uns viel Arbeit, aber auch sehr viel Spaß mit den Kindern", verriet die Neustädter Forstamtsleiterin Roswita Leber, deren ganzes Team an fünf Tagen im Jahr zu solchen Veranstaltungen im Einsatz ist. Zu den Aufgaben an den Stationen gehören für die Kinder neben dem Zuordnen von Zapfen und Rinde zu den richtigen Nadelbäumen, auch das Zählen von Jahresringen an einer Baumscheibe. Die Kinder konnten von einem Hochstand aus Tiere des Waldes entdecken, lernten Erna Eule und Frieda Fledermaus kennen, konnten sich aber auch körperlich betätigen, zum Beispiel beim Zapfenzielwurf, beim Balancieren auf einer Slack-Line und beim Nagel-Einschlagen in einen Baumstamm.

Schließlich lobte Pier Pernutz, er war von 1994 bis 2002 Forstamtsleiter in Neustadt und ist heute Fachbereichsleiter im ThüringenForst, wie gut der Naturlehrpfad am Bismarckturm bei Neustadt, wo sich die acht Waldspiele-Stationen in bewährter Weise befanden, vom hiesigen Forstamt in Ordnung gehalten wird. Hier können die Familien der Region fast das ganze Jahr über den Wald entdecken, fühlen, riechen und bekommen auf Schautafeln und Erlebnisständen elementares Waldwissen vermittelt.

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