Nur ein Drittel der OP-Säle in Betrieb

Jena  Der Warnstreik und die Folgen für Jena. Streikfrühstück mit 3000 Mitarbeitern

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Der Druck der Gewerkschaften war zu spüren, gravierende Folgen für das öffentliche Leben in Jena hatte der Warnstreik am Montag jedoch nicht. Da auch das Universitätsklinikum Jena (UKJ) vom Warnstreik betroffen war, sicherte eine im Vorfeld abgeschlossene Notdienstvereinbarung zwischen Verdi und dem UKJ zumindest die Versorgung der Notfallpatienten.

„Der heutige Warnstreik hatte am UKJ größere Auswirkungen auf die Patientenversorgung als der erste Streik am vergangenen Montag. Bei geplanten Untersuchungs- und Behandlungsterminen kam es teilweise zu Beeinträchtigungen, verschiedene Ambulanzen waren für Routinebehandlungen geschlossen und nur etwa ein Drittel der OP-Säle war in Betrieb“, sagte die Sprecherin Annett Lott auf Anfrage unserer Zeitung. Das Klinikum verfüge insgesamt über 22 OP-Säle. Der Warnstreik am Klinikum begann mit einem Streikfrühstück, insgesamt hätten 300 Kollegen sich beteiligt, sagte der Verdi-Fachbereichsleiter Gesundheitswesen, Bernd Becker.

Nach Angaben der GEW-Landesvorsitzenden Kathrin Vitzthum hätten wegen des Warnstreiks allein in Jena acht Schulhorte ihrer Betrieb einstellen müssen. Darüber seien die Eltern am vergangenen Donnerstag informiert worden. Konkrete Zahlen über die Situation an den Schulen in Stadt und Landkreis lagen dem Staatlichen Schulamt in Gera gestern nicht vor. Nur etwa ein Drittel der rund 17 000 Lehrer arbeitet im Angestelltenverhältnis, zwei Drittel sind Beamte. Auch der Betrieb an der Friedrich-Schiller-Universität Jena sei nicht beeinträchtigt gewesen, sagte die stellvertretende Pressesprecherin Ute Schönfelder. Wegen der Semesterferien konnte der Lehrbetrieb natürlich nicht gestört werden. Die lautstarke Auftaktkundgebung, die vor dem Hauptgebäude im Bereich der Schlossgasse stattfand, war im Gebäude jedoch gut zu hören.

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