Ötzi – der Mann aus dem Eis in Gera

Gera  Das Geraer Stadtmuseum zeigt ab Mittwoch eine Sonderausstellung zu dem 5000 Jahre alten Fund. Die Mumie selbst aber bleibt in Bozen

Die Waffen des Ötzi konnten nachgearbeitet werden und sind ab Dienstag in der neuen Sonderausstellung im Stadtmuseum Gera zu sehen. Etwa 5000 Jahre hatte der Gletscher die Leiche des Mannes und seine gesamte Ausstattung konserviert.

Die Waffen des Ötzi konnten nachgearbeitet werden und sind ab Dienstag in der neuen Sonderausstellung im Stadtmuseum Gera zu sehen. Etwa 5000 Jahre hatte der Gletscher die Leiche des Mannes und seine gesamte Ausstattung konserviert.

Foto: Stiftung Neanderthal Museum

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Eine Schau über den Mann aus dem Eis kommt nach Gera. Am 19. September 1991 fand ein Bergsteigerehepaar einen gefriergetrockneten Leichnam in den Ötztaler Alpen. Etwa 5000 Jahre hatte der Gletscher die Leiche des Mannes und seine gesamte Ausstattung konserviert und bewahrt. „Ötzi“ – der Mann aus dem Eis – ist einer der faszinierendsten und zugleich bedeutendsten archäologischen Funde der letzten Jahrzehnte, informiert Matthias Wagner aus dem Geraer Stadtmuseum.

Am Dienstag, dem 28. Mai um 18 Uhr wird die Sonderausstellung eröffnet. Ab 29. Mai präsentiert das Stadtmuseum Gera dann die Exposition über den berühmten Gletschermann. „Der originale Özti ist aber nicht dabei, der bleibt in Bozen“, sagt Matthias Wagner.

Ausgangs- und Mittelpunkt der Ausstellung ist eine lebensechte Figur des Ötzi samt Kleidung und Ausrüstung. Der hervorragende Erhaltungszustand der Mumie und ihrer Habseligkeiten erlaubte es, die komplette Ausrüstung des Ötzi Schritt für Schritt aus Originalmaterialien nachzubauen. Die Ausstellung bietet damit faszinierende Einblicke in die Lebenswelt und technischen Fähigkeiten der Menschen am Ende der Jungsteinzeit.

Ausgehend von den Rohstoffen und Materialien, die Ötzi zur Verfügung hatte, werden die Prozesse und Methoden bei der Herstellung seiner Waffen und Gerätschaften gezeigt. So verwendete Ötzi nicht weniger als zwei Dutzend Rohmaterialien für seine Kleidung und Ausrüstung. Neben Waffen und Werkzeugen aus Feuerstein trug Ötzi bereits ein Beil mit einer Kupferklinge und stand damit zugleich am Beginn der ersten Metallkultur der Menschheit – der Kupferzeit. Rätselhaft bleibt das tragische Ende des Gletschermannes In seinem Brustkorb fand sich die Spitze eines von hinten auf ihn abgeschossenen Pfeiles. Ötzi starb eines gewaltsamen Todes.

Die Ausstellung wurde vom Neanderthal Museum in Mettmann (Nordrhein-Westfalen) konzipiert und wird nun bis zum 1. September im Stadtmuseum Gera gezeigt.

Eröffnung: Dienstag, 28. Mai, 18 Uhr, Stadtmuseum, Museumsplatz 1, 07545 Gera. Öffnungszeiten: Mi. bis So. und an Feiertagen 12 bis 17 Uhr

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